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Zech J  
Homologe Insemination - heterologe Insemination

Journal für Fertilität und Reproduktion 2002; 12 (2) (Ausgabe für Österreich): 36-38

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Abb. 1: Spermselector Abb. 2: Spermselector



Keywords: FertilitätheterologhomologInseminationReproduktion

Artifizielle intrauterine Inseminationen (IUI, AIH) mit Spermatozoen des Ehemannes/des Partners sind als nichtinvasives Management des unerfüllten Kinderwunsches weit verbreitet und haben in Österreich besonders seit der Rechtsgültigkeit des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG 1992) eine besondere Entwicklung erlebt. Durch die Meldepflicht der durchgeführten IUI-Zyklen an den jeweiligen Landeshauptmann und die Verpflichtung, alle möglichen und zumutbaren Therapiemethoden ausgeschöpft zu haben, bevor an eine in vitro-Fertilisation (IVF) oder intrazytoplasmatische Spermainjektion (ICSI) gedacht werden kann, überweisen vermehrt Gynäkologen ihre Patienten zur IUI an spezialisierte Zentren. Im Zeitalter der evidenzbasierten Medizin ist es schwer, für die IUI klare Richtlinien zu erstellen, da es in der internationalen Literatur nach wie vor keinen Konsens bezüglich der Effektivität der IUI, besonders für die männliche und idiopathische Fertilitätsstörung, gibt. Weitgehend unstrittig ist hingegen, daß Patientinnen mit zervikaler Subfertilität (zervikale Stenosen, qualitative/quantitative Störung der zervikalen Mukusproduktion) von Inseminationen profitieren, indem der zervikale Kanal mittels eines Intrauterinkatheters überbrückt wird. Allerdings ist bei sorgfältig untersuchten Paaren der Anteil des rein "zervikalen Faktors" gering und beträgt nach Angaben der Literatur nur 2-3%. Angesichts der unzähligen Variablen ist ein Vergleich unterschiedlicher Methoden speziell bei der männlichen Subfertilität fast unmöglich. Gewisse methodische Veränderungen besonders seit der Einführung der in vitro-Fertilisation (IVF) haben die Erfolgsrate bei der IUI deutlich positiv beeinflußt. Allen voran wurde es Standard, kleine Volumina (0,3-0,5 ml) prostaglandinfreier Suspensionen mit qualitativ hochwertigen, in vitro-kapazitierten Spermien zu verwenden. Bewährte hochwertige Techniken zur Selektion von Spermien, besonders aber der Einsatz von Gonadotropinen zur moderaten Superovulation, erhöhen die Sicherheit und Erfolgsrate der IUI.
 
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