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Conca A et al.  
Einfluß der unilateralen Elektrokonvulsionstherapie auf die intrakortikale Plastizität - eine Voruntersuchung

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2002; 3 (2): 30-33

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Keywords: Elektrokonvulsionstherapieintrakortikale PlastizitätPsychiatrie

Mit Hilfe der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) kann das kortikale motorische Erregungsniveau gemessen werden, die Parameter dafür sind die motorische Reizschwelle, die motorisch evozierten Potentiale und die zentralmotorische Leitungszeit. Die gepaarte TMS ermöglicht die funktionelle intrakortikale Untersuchung erregender oder hemmender Mechanismen in der Modulation des motorischen Erregungsniveaus. Diese exzitatorischen und inhibitorischen Phänomene während einer Elektrokrampftherapie (EKT) zu erforschen, war Ziel dieser Untersuchung. Bei drei remittierten, rechtshändigen, medikamentenfreien depressiven Patienten wurden vor und nach einer unilateralen EKT-Sitzung im Rahmen der Erhaltungstherapie die intrakortikalen inhibitorischen und exzitatorischen Phänomene untersucht. Bei zwei von drei Patienten konnte eine deutliche Zunahme des Exzitabilitätsniveaus in der der EKT-Stimulationsseite gegenüberliegenden Hemisphäre beobachtet werden; dabei nahm die Fazilitationsantwort von 136,7 auf 243,9 % respektive von 129,2 auf 389,2 % zu, wohingegen die Inhibitionsantwort deutlich abgeschwächt wurde: von 29,3 auf 70,6 % und von 30,6 auf 84,6 %. Diese kontralaterale signifikante Veränderung des Exzitabilitätsniveaus weist möglicherweise auf potentielle Wirkungsmechanismen der EKT hin.
 
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