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Smith JL et al.  
Effect of Statins on Biliary Lipids and Cholesterol Gallstones

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (7-8): 295-298

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Keywords: CholesteringallensteineKardiologieLipidzusammensetzungStatin

Der Einfluß von Statinen auf Gallensteine und die Lipidzusammensetzung der Galle. Diese Übersichtsarbeit behandelt die Wirkung von Statinen auf die Lipidzusammensetzung der Galle und auf die Cholesteringallensteine. Die Pathogenese der Cholesteringallensteine wird hauptsächlich von einem abgeänderten Lipidmetabolismus verursacht, der den Anteil von Cholesterin im Verhältnis zu den anderen von der Leber in die Galle sezernierten Lipiden erhöht. Die Lipidzusammensetzung der Galle ist wichtig für die Entstehung von Gallensteinen. Es existieren unterschiedliche Ergebnisse bezüglich Cholesterinsättigung der Galle unter Statintherapie. Diese Unterschiede sind hauptsächlich auf die Schwierigkeiten, geeignete Galleproben zu bekommen, zurückzuführen. Wenn man die Ergebnisse aller Studien von 1988-2001 zusammenfaßt, kommt man zu dem Schluß, daß Statine die herabgesetzte Cholesterinsättigung der Galle über eine verminderte Cholesterinsekretion in die Galle bewirken. Dieser Effekt scheint unabhängig von der Dauer der Statintherapie, dem Plasmacholesterinspiegel (normo- oder hypercholesterinämisch) und der Galleentnahmestelle (via Duodenum oder direkt aus der Gallenblase) zu sein. Cholesterinspiegel im Normbereich scheinen unter einer Statintherapie nicht oder nur geringfügig gesenkt zu werden. Es gibt nur wenige kontrollierte klinische Studien, diese allerdings berichten über eine Verkleinerung von Gallensteinen und vereinzelt über das Auflösen von Gallensteinen unter Statintherapie. Eine Kombination von Statin und Ursodesoxycholsäure scheint synergistisch zu wirken. Eine Therapie mit Statinen könnte sich bei Hochrisikopatienten als Alternative zur Operation entwickeln. Die Daten weisen außerdem darauf hin, daß Patienten, die einer Cholerese bedürfen, von einer Statintherapie profitieren.
 
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