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Kowalski M et al.  
Einfluß der Bewegungstherapie in der ambulanten Herzsportgruppe auf kardiovaskuläre Risikofaktoren und Belastbarkeit im 5-Jahres-Beobachtungszeitraum

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (9): 376-379

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Abb. 1: Bewegungstherapie - Cholesterin



Keywords: BewegungstherapieKardiologieRisikofaktorSport

Die Bewegungstherapie führt bei Gesunden zu einer Verbesserung der Belastbarkeit und zur Reduktion der kardiovaskulären Risikofaktoren (RF). Ziel unserer Studie war die Prüfung des Einflusses der kontrollierten Bewegungstherapie auf Belastbarkeit und RF bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK). In die Studie wurden 75 Patienten (61 männlich, 14 weiblich, Alter 69 ± 19 Jahre) mit KHK eingeschlossen (21 Patienten mit Z. n. Herzinfarkt, 34 Patienten mit Z. n. PTCA und 20 Patienten mit Z. n. ACVB-Operation). In der Beobachtungszeit von 5 Jahren wurde einmal wöchentlich eine 45minütige, ärztlich überwachte Bewegungstherapie in der ambulanten Herzsportgruppe durchgeführt. Zusätzlich wurde allen Patienten angeboten, sich im Rahmen des Gesundheitstrainings an Informationsveranstaltungen zu RF zu beteiligen. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden folgende Parameter bestimmt und miteinander verglichen: 1. maximale Belastbarkeit (in Watt und Watt/kg); 2. Körpergewicht und Body Mass Index (BMI); 3. Gesamt-, HDL- und LDL-Cholesterin im Serum; 4. mittlerer peripherer arterieller Blutdruck. Die maximale Belastbarkeit stieg von 74,3 ± 12,1 Watt auf 90,2 ± 14,1 Watt (p < 0,001); entsprechend von 0,91 ± 0,11 W/kg auf 1,28 ± 0,14 W/kg (p < 0,001). Körpergewicht und BMI sanken von 83,1 ± 14,3 kg auf 80,1 ± 7,2 kg (p < 0,04) bzw. von 28,6 ± 2,4 auf 26,6 ± 1,1 (p < 0,05). Gesamt- und LDL-Cholesterin sanken von 221 ± 31 mg% auf 180 ± 25 mg% bzw. von 162 ± 21 mg% auf 141 ± 19 mg% (p < 0,05 bzw. p < 0,05). Der HDL-Spiegel stieg von 35 ± 7 % auf 41 ± 5 mg% (p < 0,002). Der mittlere periphere arterielle Blutdruck zeigte eine Reduktion von im Mittel 127 ± 11 mmHg auf 111 ± 7 mmHg (p < 0,001). Die ambulante Bewegungstherapie in der Herzsportgruppe führt zur Verbesserung der Belastbarkeit und zur Reduktion der RF bei Patienten mit KHK.
 
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