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Punzel M, Ho AD  
Adulte Stammzellen - Bausteine für eine neue regenerative Medizin?

Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2002; 20 (3) (Ausgabe für Schweiz): 14-14
Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2002; 20 (3) (Ausgabe für Österreich): 14-17

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Keywords: Gynäkologiehämatopoetische Stammzellen

Die Entdeckung der hämatopoetischen Stammzellen (HSC) im Knochenmark der Maus im Jahre 1963 prägt die bis heute gültige Definition, daß Stammzellen sowohl die Fähigkeit zur unlimitierten Selbsterneuerung wie auch zur Differenzierung in alle Linien der Blutzellentwicklung haben. Ausgehend von dieser erstmaligen Beschreibung von HSC als somatische Stammzellen konnten in dem historisch kurzen Zeitraum von weniger als 20 Jahren Transplantationen mit diesen Stammzellen in die klinische Praxis umgesetzt werden. Für die Entwicklung und den Erfolg dieser neuartigen Therapie wurde ihr Pionier E. Donnal Thomas 1990 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Weltweit werden heute an die 100.000 solcher Transplantationen pro Jahr durchgeführt. Diese Therapie hat sich inzwischen für viele maligne Erkrankungen als Routinetherapie etabliert und wird derzeit auch für Autoimmunerkrankungen geprüft. Für die Transplantation können Stammzellen des Patienten selbst (autolog) oder von einem gewebsidentischen Spender (allogen) aus dem Knochenmark oder dem peripheren Blut gewonnen und nach einer Konditionierungstherapie transplantiert werden. Die klinischen Erfahrungen mit dieser Therapie haben gezeigt, daß die Stammzellen nach der Übertragung in ein Blutgefäß des Patienten den Weg zu ihren Nischen im Knochenmark finden, in denen sie sich einnisten und vermehren, um sich dann sehr schnell wieder in alle Zellen des peripheren Blutes zu differenzieren.
 
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