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Birkhäuser M  
Depression, Menopause und Estrogene: besteht hier eine Korrelation?

Journal für Menopause 2002; 9 (3) (Ausgabe für Deutschland): 44-48

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Keywords: DepressionEstrogenMenopausePsychiatrieSerotoninwiederaufnahmehemmer

Die Inzidenz von Depressionen ist bei Frauen höher als bei Männern. Endogene Depressionen kommen im Lauf des Lebens bei Frauen doppelt so häufig vor wie bei Männern. Da die Altersdepression für das Gesundheitswesen ein wichtiges Problem darstellt, ist eine mögliche Korrelation zwischen dem Eintritt in die Menopause und dem Auftreten von Depressionen von großer praktischer Bedeutung. Die hierfür relevante Literatur wird in einer Übersicht dargestellt. Es gibt Daten, die darauf hinweisen, daß ein Estrogenmangel die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Depressionen erhöht. Darüber hinaus gibt es Hinweise aus Beobachtungsstudien und einer limitierten Anzahl von kontrollierten randomisierten Studien, die eine Verbesserung der allgemeinen Stimmung und der kognitiven Fähigkeiten nach Estrogentherapie im Klimakterium andeuten. Die klinische Relevanz der Verabreichung von Estrogenen bei Depressionen ist jedoch nicht nachgewiesen. Es gibt weiche Daten, die darauf verweisen, daß Estrogene bei Vorliegen leichter depressiver Symptome zusätzlich zu Wallungen, Schlafstörungen und anderen Symptomen des Klimakteriums verabreicht werden sollten. Ob Estrogene als zusätzliche Therapie für andere depressive Störungen während des Übergangs in die Menopause oder in der Postmenopause verabreicht werden sollten, ist durch harte Daten nicht belegt. Neuere Ergebnisse lassen jedoch annehmen, daß Estrogene möglicherweise die Wirkung von Serotonin-Reuptake-Hemmern verstärken können.
 
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