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Förster A, Maier LS  
Herzinsuffizienz: "From Bench to Bedside" - Neues im Bereich der Ionenhomöostase

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2014; 21 (7-8): 208-213

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Keywords: CaMKIIdiastolische DysfunktionHerzinsuffizienzspäter Na+-Strom

Die Herzinsuffizienz stellt uns weiterhin vor große klinische und ökonomische Probleme. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Störungen im intrazellulären Ca2+- und Na+-Stoffwechsel beteiligt sind. Dabei nimmt die Ca2+/Calmodulin-abhängige Kinase IIdelta (CaMKIIdelta) eine Schlüsselrolle ein. Die CaMKIIdelta phosphoryliert sowohl den Ca2+-Ausschüttungskanal des sarkoplasmatischen Retikulums (SR), der auch Ryanodin-Rezeptor vom Subtyp 2 (RyR2) genannt wird, als auch sarkolemmale Na+-Kanäle. Folglich kommt es zu einem vergrößertes SR-Ca2+-Leck sowie zu einem verstärkten späten Na+-Einstrom („late INa“), was zu einer verminderten Relaxationsfähigkeit der Myofilamente sowie einem verlängerten Aktionspotenzial führt. Pumpversagen und Arrhythmien sind mögliche Folgen. Diese neuen Pathomechanismen führen zur Erforschung und klinischen Evaluation innovativer Inhibitoren. Der Wirkstoff Ranolazin ist ein Inhibitor des späten Na+-Einstroms und steht bereits als Therapeutikum bei stabiler Angina pectoris zur Verfügung. In der Pilotstudie RALI-DHF wurde Ranolazin nun erstmals zur Behandlung der diastolischen Herzinsuffizienz klinisch getestet. Die Ergebnisse zeigten einen signifikanten Effekt auf hämodynamische Parameter und stellen einen ersten Anhaltpunkt zur Verbesserung der Therapieoptionen bei diastolischer Dysfunktion dar.
 
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