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Rotman B  
Ventrikuläre Extrasystolie bei Patienten ohne strukturelle Herzerkrankung

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2015; 22 (3-4): 70-75

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Abb. 1: Belastungs-EKG Abb. 2a-c: Synkopen - VES Abb. 3: EKG Abb. 4: EKG



Keywords: herzgesundTachykardiomyopathieventrikuläre ExtrasystoleVES

In der Gesamtbevölkerung sind ventrikuläre Extrasystolen (VES) ein häufiges Phänomen. Sie treten mit einer Prävalenz von 1–75 %, in Abhängigkeit zur Dauer der EKG-Aufzeichnung auf, wobei die Prognose bei strukturell Herzgesunden zumeist ausgezeichnet ist. Somit spielt der Ausschluss bzw. der Nachweis einer strukturellen Herzerkrankung eine zentrale Rolle bei der Beurteilung der Prognose von Patienten mit gehäuften VES. Generell unterscheidet man zwischen benignen, nicht-lebensbedrohlichen, und malignen, potenziell lebensbedrohlichen, Formen. Extrasystolen mit guter Prognose sind meist monomorph und haben ihren Ursprung im rechten oder linken ventrikulären Ausflusstrakt oder im Bereich der linken Faszikel. Trotz des benignen Charakters können sehr häufig auftretende VES zu einer Tachykardiomyopathie führen. Vom therapeutischen Standpunkt aus ist bei selten asymptomatischen VES keine Therapie erforderlich. Bei symptomatischen häufigen Arrhythmien besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Suppression der VES durch Betablocker, Kalzium-Antagonisten und Antiarrhythmika der Klassen I und III. Auch die Katheter-Ablation stellt eine optional sogar kurative Therapieform dar. Maligne Formen hingegen sind meist polymorph und genetisch bedingt und mit einem erhöhten plötzlichen Herztodrisiko verbunden. Je nach Risikoprofil ist in einigen Fällen die Implantation eines Defibrillators erforderlich.
 
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