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Rieß HC et al.  
Therapie des abdominellen Aortenaneurysmas

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2014; 11 (4): 6-13

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Keywords: AAAabdominelles AortenaneurysmaAortenscreeningEVARGesundheitsökonomieTherapie

Zur invasiven elektiven und notfallmäßigen Therapie des abdominellen Aortenaneurysmas steht vor allem das offen-chirurgische und das endovaskuläre Verfahren zur Verfügung. Aufgrund einer deutlich erhöhten Mortalitätsrate im rupturierten Stadium sollte dabei stets ein elektives Vorgehen angestrebt werden. Die rechtzeitige Identifizierung erkrankter Patienten im asymptomatischen Stadium, beispielsweise im Rahmen eines Aortenscreenings für Risikogruppen, ist aus diesem Grund von größter Wichtigkeit. Trotz mehrerer randomisierter Studien zu den genannten Therapieoptionen kann bis heute keine vereinfachende Therapieempfehlung für eines der beiden konkurrierenden Verfahren ausgesprochen werden. Die Indikationsstellung erfordert stets eine sehr differenzierte Berücksichtigung aller eingehenden Faktoren. Auch ohne eine klare Empfehlung hat die endovaskuläre Versorgung des Aortenaneurysmas in vielen Ländern, so auch in Deutschland, bereits einen Anteil von über 50 % erlangt. Die kontinuierliche Verbesserung von Verfahren und Material spiegelt sich in einer signifikant kürzeren Krankenhausverweildauer und in einer niedrigeren Letalität der EVAR bei hohen technischen Erfolgsraten wider. Im Hinblick auf Langzeitergebnisse profitieren heute überwiegend ältere Personen von einer endovaskulären Aneurysma-Ausschaltung, für die aufgrund eines hohen OP-Risikos eine offen-chirurgische Versorgung nicht in Frage kommt. Zukünftig werden, bei einem vergleichbaren Outcome beider Verfahren, auch gesundheitsökonomische Aspekte eine Rolle spielen und in die Empfehlungen eingehen.
 
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