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Römer T et al.  
Management von Endometriumhyperplasien. Gemeinsame Stellungnahme der DGGEF und des BVF e. V.

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2014; 11 (4): 170-185

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Abb. 1a-d: Endometriumveränderungen Abb. 2a-f: Uterus



Keywords: DiagnostikEndometriumEndometriumhyperplasieEndometriumkarzinomHormontherapieHäufigkeitLevonorgestrel-Intrauterinsystemoperative InterventionTherapieerfolgÄtiologie

Blutungsstörungen, insbesondere bei Östrogendominanz im reproduktiven Alter, z. B. bei PCO-Syndrom (durch Anovulation fehlende Gestagenwirkung) und starker Adipositas bzw. in höherem Lebensalter, können durch eine Endometriumhyperplasie bzw. durch ein Endometriumkarzinom bedingt sein. Das Endometriumkarzinom ist ein östrogenabhängiger Tumor, der überwiegend im höheren Lebensalter auftritt. Endometriumkarzinome entstehen in der Regel über Vorstufen (z. B. komplexe und atypische Hyperplasie) bei überwiegender oder reiner Östrogen-Exposition, z. B. durch Östrogen-Monotherapie bei Frauen in der Postmenopause mit erhaltenem Uterus. Risikofaktoren: Histologische Subtypen der Endometriumhyperplasie und Entartungsrisiko nach traditioneller Klassifikation (1994 und 2003)/WHO-Klassifikation (1994/2003): glandulär-zystische Hyperplasie/einfache Hyperplasie: 1–3 %, adenomatöse Hyperplasie (Grad 1 und Grad 2)/komplexe Hyperplasie: 3 % (Grad 1), 8 % (Grad 2), adenomatöse Hyperplasie (Grad 3)/atypische Hyperplasie: 30 % Diagnostik: Vaginalsonographie, Hysteroskopie und fraktionierte Curettage mit histologischer Begutachtung des Abradats. Therapieoptionen: Bei abgeschlossener Familienplanung, einem höheren Lebensalter und evtl. weiteren Zusatzindikationen ist die Hysterektomie die Therapie der Wahl. Bei Wunsch nach Erhalt des Uterus kann z. B. eine hoch-dosierte Gestagentherapie über 3–6 Monate erfolgen. Anschließend ist eine Recurettage zur Diagnostik erforderlich. Alternativ kann bei Frauen mit späterem Kinderwunsch in Abhängigkeit von der Histologie die vorübergehende Einlage eines LNG-IUS sinnvoll sein (off label). Gestagentherapie: – Behandlung der Endometriumhyperplasie: Bei einfacher aber auch komplexer Endometriumhyperplasie wurden Erfolge durch Einlage eines LNG-IUS beschrieben (off-label). – Behandlung von Frühformen des Endometriumkarzinoms bei Wunsch nach Uteruserhalt: Es gibt Einzelfallberichte über die erfolgreiche Therapie spezieller Frühformen von Endometriumkarzinomen bei Patientinnen mit Kinderwunsch durch ein LNG-IUS (off-label).
 
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