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Klocker J et al.  
Iatrogene Gefäßverletzungen infolge chirurgischer Eingriffe

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2016; 13 (1): 5-8

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Abb. 1: Extremitätenischämie



Keywords: ExtremitätGefäßchirurgieGefäßverletzunghepatobiliäre Chirurgiekolorektale ChirurgieLaparoskopieOperationViszeralchirurgieWirbelsäulenchirurgie

Iatrogene Gefäßverletzungen bei nicht-gefäßchirurgischen Patienten stellen wegen zunehmender Häufigkeit von interventionellen und operativen Verfahren, auch bei älteren und multimorbiden Patienten, ein wichtiges Problem dar. Sie präsentieren sich abhängig vom Schweregrad der Gefäßläsion klinisch als mitunter bedrohliche Blutung aus dem eröffneten Gefäß (arteriell oder venös), als oft verzögert erkannte Ischämie im abhängigen Versorgungsgebiet bzw. als thrombotisch verschlossenes Gefäßsegment (arteriell und venös), oder, oft im Langzeitverlauf zufällig diagnostiziert, als Pseudoaneurysma oder arteriovenöse Fistel. Die Behandlung richtet sich nach Lokalisation, Klinik, Zeitpunkt des Erkennens der Läsion und Verfügbarkeit vaskulärer bzw. endovaskulärer Kompetenz. Vornehmlich betreffen iatrogene Gefäßverletzungen infolge chirurgischer Eingriffe die unteren Extremitäten (im Rahmen von Knie- und Hüftgelenksersatz, Kniegelenksarthroskopien, Tumorchirurgie oder Traumen), die Wirbelsäulennahen Gefäßsegmente (im Rahmen der Wirbelsäulenchirurgie) oder Viszeralgefäße (im Rahmen von Laparoskopien, Kolorektalchirurgie, hepatobiliärer Chirurgie oder Tumorchirurgie). Intraoperativ entstandene Läsionen sollten von Operateuren mit gefäßchirurgischer Expertise inspiziert und versorgt werden. In besonderen Einzelfällen kann, v. a. bei schwer zugänglicher Läsion, in spezialisierten Zentren eine endovaskuläre Versorgung eine sinnvolle Alternative zur Operation darstellen. Eine gute Zusammenarbeit aller operativ tätigen Disziplinen ist Voraussetzung für Prävention sowie zeitnahe und kompetente Versorgung von iatrogen entstandenen arteriellen und venösen Gefäßläsionen.
 
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