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Föger B  
Aktuelle Entwicklungen und Grenzen in der Lipidtherapie

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2015; 12 (4): 9-14

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Keywords: CETPfamiliäre HypercholesterinämieFHHDL-CLDL-CPCSK9Statin

Die unmittelbar bevorstehende Einführung einer neuen, hochwirksamen LDL-Csenkenden Behandlungsmodalität (Proprotein Convertase Subtilisin/Kexin Type 9- [PCSK9-] Hemmer) wirft, ähnlich wie zu Beginn der Statinära, eine Fülle von Fragen auf: Werden neue, noch niedriger angesetzte Zielwerte (z. B. LDL-C < 50 mg/dl bei Höchstrisikopatienten) weiteren klinischen Nutzen bringen? Wird das Problem der statininduzierten Muskelnebenwirkungen durch PCSK9-Hemmer umgangen werden können? Wird die Verfügbarkeit dieser (wohl hochpreisigen) Medikamentengruppe zu einem neuen Fokus auf Screening für familiäre Hypercholesterinämie beitragen?
Während der Nutzen der LDL-C-Senkung 2015, auch aufgrund der überzeugenden „Rehabilitierung“ von Ezetimib, eindeutig ist, ist HDL als kausaler Risikofaktor aufgrund von „ Mendelian Randomisation Analyses“ und der negativen bzw. neutralen Interventionsstudien mit den „HDL-anhebenden Medikamenten“ Torcetrapib, Dalce trapib und Niacin ± Laropiprant immer mehr umstritten. Eine Klärung ist hier nur mittelfristig unter besonderer Berücksichtigung der HDL-Funktionalität zu erwarten. Grenzen der Lipidtherapie 2015 sind einerseits klinische Trägheit und damit oft unzureichende Lipidintervention des Behandlers, sowie andererseits unzureichende Adhärenz auf Patientenseite, u. a. aufgrund von realen oder fiktiven Nebenwirkungen. Weit fortgeschrittene Organerkrankungen wie schwere Aortenstenose, dialysepflichtiges Nierenversagen oder schwere Herzinsuffizienz lassen sich durch LDL-Senkung dann auch erwartungsgemäß nicht mehr (wesentlich) günstig beeinflussen.
 
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