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Gross AJ  
Aktuelle Aspekte zur Therapie des Prostatakarzinoms

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2002; 9 (Sonderheft 3) (Ausgabe für Österreich): 4-7

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Keywords: AndrologieOnkologieProstatakarzinomTherapieUrologie

Mit dem Thema Prostatakarzinom müssen wir uns nicht nur aus berufsethischen, sondern auch aus berufspolitischen Gründen intensiv auseinandersetzen. Mehr und mehr beteiligen sich fachfremde Ärzte an der Diagnostik und Therapie dieser Entität. Derzeit werden 65 % der Prostatakarzinome operiert. Es wird erwartet, daß durch die Hinzunahme alternativer Therapieverfahren diese Zahl auf ca. 30 % reduziert werden wird. Das wird an den absoluten Zahlen der zu operierenden Tumoren nicht viel ändern, da seit Einführung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) als Tumormarker bereits seit vielen Jahren steigende Zahlen von Patienten mit einem PCa zu beobachten sind (Tabelle 1). Das Streben aus diesen Zahlen sollte sein, niedrigere Tumorstadien zu identifizieren und folglich die Mortalität zu senken. Langjährige Nachsorgedaten aus den USA belegen dies bereits. Weiter müssen solche Tumoren erkannt werden, die aggressiv und somit behandlungsbedürftig sind, um sie von denen zu unterscheiden, die nicht behandelt werden müssen. Die Tumorbiologie des PCa ist interessant: aus Sektionsgut weiß man, daß bereits 25 % aller 30-40-jährigen Männer maligne Zellen haben, aber nur ca. 10 % der 60-jährigen ein histologisch gesichertes PCa. Und hier liegt noch nicht in jedem Fall ein klinisch manifestes PCa vor. Da diese Gruppen noch nicht voneinander diskriminiert werden können, wird in weitgehend allen Fällen behandelt. Dies hat eine nicht unbeachtliche Morbidität zur Folge, z. B. Inkontinenz und Impotenz.
 
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