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Ketelhut S et al.  
Tägliche Sportstunde verbessert hämodynamische Faktoren bei Schulkindern

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2016; 20 (1): 5-10

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Abb. 1: Peripherer Blutdruck Abb. 2: Zentraler Blutdruck Abb. 3: Pulswellengeschwindigkeit



Keywords: HämodynamikKinderperipherer und zentraler BlutdruckPulswellengeschwindigkeittäglicher Sport

Zielsetzung: Regelmäßige körperliche Aktivität hat einen positiven Einfluss auf verschiedene kardiovaskuläre Risikofaktoren. Einzelne Studien belegen diesen Zusammenhang bereits im Kindes- und Jugendalter. In der vorliegenden Studie sollte der Effekt einer Bewegungsintervention auf den peripheren und zentralen Blutdruck (BD) und die Pulswellengeschwindigkeit (PWV) bei Schulkindern untersucht werden. Methodik: 46 Schüler (Alter 7 ± 0,7 Jahre, BMI 16 ± 3) wurden mittels Cluster-Randomisierung in eine Interventionsgruppe (IG) (n = 24) und eine Kontrollgruppe (KG) (n = 22) aufgeteilt. Während einer 9-monatigen Interventionsphase (IP) erhielt die IG neben dem regulären Sportunterricht (3 × 45 Minuten pro Woche) eine zusätzliche Bewegungsintervention von 2 × 45 Minuten pro Woche. Vor und nach der Beobachtungsphase wurden der periphere und zentrale BD sowie die PWV nicht-invasiv in beiden Gruppen registriert. Ergebnisse: Nach der IP zeigten sich in der IG signifikante Abnahmen des peripheren (p < 0,05) und des zentralen BD (p < 0,05) sowie auch der PWV (p < 0,05). In der KG war hingegen nach 9 Monaten ein leichter Anstieg aller gemessenen Parameter zu verzeichnen, mit einer Zunahme des zentralen (p < 0,5) und peripheren (p < 0,01) diastolischen BD. Schlussfolgerung: Bereits bei 7-jährigen Kindern bewirkt eine zusätzliche 9-monatige Bewegungsintervention entgegen der zu erwartenden altersbedingten Zunahme sogar eine Abnahme im Bereich des peripheren und zentralen Drucks sowie der PWV. Durch eine Steigerung der Bewegungszeit im frühen Kindesalter können somit prädiktive Parameter des zukünftigen kardiovaskulären Risikos günstig beeinflusst werden.
 
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