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Wehling M  
Sind alle Beta-Blocker gleich?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2003; 10 (Supplementum A): 20-23

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Abb. 1: Betablocker - Herzinsuffizienz Abb. 2: Betablocker - Abbruch Abb. 3: Betablocker - Unverträglichkeit



Keywords: BetablockerKardiologieSubstanz

Beta-Blocker haben eine große Bedeutung in der Pharmakotherapie von kardiovaskulären Erkrankungen, wie der arteriellen Hypertonie, der koronaren Herzerkrankung, bei Herzrhythmusstörungen oder der Herzinsuffizienz, erlangt. Grundsätzlich lassen sich unselektive Beta-Blocker (u. a. Propranolol, Nadolol, Penbutolol, Carvedilol) von beta1-selektiven Rezeptorenblockern (u. a. Metoprolol, Atenolol, Bisoprolol) unterscheiden. Trotz relativer Beta1-Selektivität ist diese nie absolut - ein Aspekt, der besondere Bedeutung bei pulmonalen Erkrankungen hat. Hier hat sich die Selektivität nicht als klinisch entscheidender Vorteil erwiesen, zumal bei allergischem Asthma trotzdem z. T. schwere Nebenwirkungen mit Todesfolge auftreten können. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die intrinsisch-sympathomimetische Aktivität einiger Beta-Blocker (u. a. Pindolol, Oxprenolol), die in jedem Fall ungünstig ist. Wichtig ist die vasodilatierende Zusatzeigenschaft des Carvedilol durch zusätzliche Alpha-Blockade, die zur metabolischen Neutralität, einer insbesondere bei Hypertonie mit pAVK und bei Herzinsuffizienz besseren Verträglichkeit und Tendenz zur besseren Wirksamkeit führt. Außerdem ist nur für Carvedilol eine lebensverlängernde Wirkung bei Herzinsuffizienz schon bei niedrigen Dosierungen belegt, was für beta1-selektive Rezeptorenblocker nicht gezeigt werden konnte. Erst die jüngste Vergangenheit führte zu einer Wiederbelebung des Interesses an Beta-Blockern, und zwar aufgrund ihrer Anwendung bei einer bisher als Kontraindikation gesehenen Erkrankung: der Herzinsuffizienz.
 
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