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Köller M  
Therapiemöglichkeiten und Einschränkungen im höheren Alter bei Osteoporose

Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel - Austrian Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 2016; 9 (1): 11-13

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Abb. 1: Frakturen - Häufigkeit Abb. 2: Verlust - Knochenanteile Abb. 3: Hüftfraktur - Reduktion



Keywords: GeriatrieOsteoporoseälterer Mensch

Frakturen beim älteren Menschen sind multifaktoriell bedingt. Zwei wesentliche Komponenten stellen dabei einerseits die Sarkopenie – die altersbedingte Abnahme der Muskelmasse, zum anderen die Osteoporose – der Verlust an Knochenmasse und -festigkeit dar. Bei der medikamentösen Behandlung betagter Menschen sind die physiologischen Veränderungen des alternden Organismus in die Entscheidungen mit einzubeziehen. Generell erscheint die Therapietreue der Patienten mit Osteoporose sehr ernüchternd. Die Persistenz der verschiedenen Substanzen und Formulierungen ist unterschiedlich und für parenterale Applikationsformen naturgemäß besser als für orale Medikation.
Mit steigendem Alter nimmt die Häufigkeit der hüftnahen Femurfrakturen absolut und anteilsmäßig zu. Eine Ursache dafür liegt auch in der Veränderung des Knochenstoffwechsels im Laufe des Lebens. Verliert man zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr noch gleichermaßen trabekulären wie kortikalen Knochen, so betrifft der Abbau nach dem 65. Lebensjahr vorwiegend letzteren. Alendronat, Risedronat, Zoledronat und Denosumab zeigen für die protektive Wirkung auf die wesentlichen Frakturlokalisationen (Wirbelkörper, periphere Frakturen, proximale Femurfrakturen) den höchsten Evidenz-Level A. Studien mit Menschen in höherem Alter (über 70 bis 75 Jahre) sind aber nur vereinzelt durchgeführt worden. Vor den genannten Hintergründen beleuchtet der Beitrag die individuellen Therapieentscheidungen bei älteren multimorbiden Patienten.
 
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