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Gohlke H  
Wandel in der klinischen Präsentation der koronaren Herzerkrankung

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2003; 10 (3): 99-102

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Keywords: instabile Angina pectorisKardiologieKHKKoronare HerzkrankheitMyokardinfarkt

Im Verlauf der letzten 10 bis 15 Jahre ist es in Deutschland zu einer Reduktion der Herzinfarktraten bei Männern gekommen, während bei Frauen eine geringgradige Zunahme der Infarkthäufigkeit festzustellen war. Deutliche Unterschiede der Infarkthäufigkeit in unterschiedlichen Landesteilen weisen darauf hin, daß Lebensgewohnheiten und Umgebungsbedingungen eine bedeutsame Rolle spielen. Mögliche Ursachen für eine reduzierte Infarktmortalität können in einer besseren Ernährung, einer Abnahme des Nikotinkonsums bei Männern, einer früheren invasiven Diagnostik und großzügigeren Revaskularisation bei ersten, auch atypischen, Symptomen gesehen werden, die dann im weiteren Verlauf durch Einsatz von sekundärpräventiven Maßnahmen zu einer weiteren Verminderung der Infarktrate führen kann. Eine Beeinflussung des Lebensstils der Allgemeinbevölkerung und der konsequente Einsatz von sekundärpräventiven Maßnahmen bei Patienten mit dokumentierter koronarer Herzerkrankung sind die wichtigsten Maßnahmen, die die Herzinfarktrate günstig beeinflussen können.
 
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