Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Hochleitner M, Bader A  
Schlagen Frauenherzen anders?

Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2003; 21 (1) (Ausgabe für Schweiz): 13-13
Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2003; 21 (1) (Ausgabe für Österreich): 13-17

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1a-b: Kardiologie - Geschlecht Abb. 2: Kardiologie - Geschlecht Abb. 3: Kardiologie - Geschlecht



Keywords: GeschlechtsunterschiedGynäkologieKardiologieYentl-Syndrom

"Sex and gender differences" ist ein Begriff, der in der kardiologischen Forschung permanent diskutiert wird. Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit dieser Thematik jährlich in zunehmendem Ausmaß. Die Schwerpunkte dieser Artikel sind Zuweisungsunterschiede zu High-tech-Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, wie Herzkatheteruntersuchungen, Thrombolyseverfahren, Bypassoperationen etc., wobei hier sowohl die längeren Wege für Frauen, was dazu führt, daß diese meist in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Krankheit erst im Herzzentrum aufscheinen, als auch die geringere Zahl von Zuweisungen erhoben werden. Dazu kommt die höhere weibliche Mortalität bei den oben genannten Verfahren der Spitzenmedizin, die auch nach Alters- und Co-Morbiditätsadaptierung meist nicht gänzlich zum Verschwinden zu bringen ist. Die höhere Lebenserwartung der Frauen, also die verlorenen Lebensjahre, wird in der Regel nicht in diese Überlegungen einbezogen. Viele dieser Aspekte wurden im Editorial des New England Journal of Medicine unter dem Titel "Das Yentl Syndrom" diskutiert. Der Sukkus dieser Betrachtungen lautet: Frau muß zuerst beweisen, so herzkrank zu sein wie ein Mann, um dieselbe Behandlung zu erhalten. Allerdings ist der Zeitfaktor in der Kardiologie nicht selten letal.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung