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Rabe T et al.  
Myomsprechstunde: Kinderwunsch Neue diagnostische und therapeutische Optionen bei Patientinnen mit Myomen // Leiomyoma and Infertility – New Diagnostic and Therapeutical Options

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2017; 14 (4): 158-170

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Keywords: Abortneigungendoskopische Operationfokussierter UltraschallKinderwunschLeiomyomMRgFUSMyomektomiereproduktives AlterUAEUlipristalacetatUterus myomatosusUterusarterienembolisation

Fibroids are among the most common benign diseases of the uterus with an incidence of 25–30%. With high levels of estrogen and progesterone receptors in the myoma cells, they are usually diagnosed in the reproductive age. Therefore they can lead to possible complications in the implementation of an acute desire to have children. The size of the fibroids, their number and topographic position are decisive for the possible impairment of fertility in the otherwise often asymptomatic patient. Potential reasons may include disturbance or displacement of the cavum uteri, mechanically induced tube obstruction, chronic inflammatory reaction at the endometrium, or changed uterine contractility. Thus, the individual therapy decision is also based on those factors regarding possible pre- and intrapartal complications such as increased abortion, adjustment anomalies, bleeding, pain or increased rate of cesarean sections. The main therapeutic options are minimally invasive surgical procedures or drug treatment due to the desire for a subsequent pregnancy. Additional therapies for patients with completed family planning include uterine artery embolism (UAE) or focused ultrasound (MRgFUS). The following overview including case histories provides a comprehensive insight into diagnostic and therapeutic treatment options of infertility patients.
Kurzfassung: Myome zählen mit einer Inzidenz von 25–30 % zu den häufigsten benignen Erkrankungen des Uterus. Aufgrund der in den Myomzellen bestehenden hohen Östrogen- und Progesteronrezeptordichte werden sie meist im reproduktiven Alter diagnostiziert und stellen folglich eine mögliche Komplikation in der Umsetzung eines akuten Kinderwunsches dar. Dabei ist die Größe der Myome, deren Anzahl und topographische Lage entscheidend für die mögliche Beeinträchtigung der Fertilität von den oftmals asymptomatischen Patientinnen. Ursächlich wird in diesem Zusammenhang eine Beeinträchtigung/Verlagerung des Cavum uteri, eine mögliche mechanisch bedingte Tubenobstruktion, eine chronische inflammatorische Reaktion am Endometrium oder auch eine veränderte uterine Kontraktilität diskutiert. Dies bildet auch vor dem Hintergrund möglicher prä- und intrapartaler Komplikationen wie erhöhte Abortneigung, Einstellungsanomalien, Blutungen, Schmerzen oder der erhöhten Rate an operativen Entbindungen die Grundlage für eine individuelle Therapieentscheidung. Als Therapieoptionen stehen v. a. minimal-invasive Operationsverfahren oder die medikamentöse Behandlung, bedingt durch den Wunsch nach einer folgenden Gravidität, im Vordergrund, wenngleich weitere Verfahren wie die Uterusarterienembolisation (UAE) oder die Therapie mit fokussiertem Ultraschall (MRgFUS) grundsätzlich zur Therapie eines Uterus myomatosus zur Verfügung stehen, derzeit allerdings Patientinnen mit abgeschlossener Familienplanung vorbehalten sind. Die folgende Übersicht mit der zusätzlichen Darstellung von Kasuistiken erlaubt zusammenfassende Einblicke in die diagnostische und therapeutische Behandlungsoptionen von Kinderwunschpatientinnen.
 
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