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Huber K  
Tirofiban (Aggrastat®) - ein Überblick über die derzeitige Publikations- und Studiensituation

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2000; 7 (2): 84-87

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Keywords: AggrastatKardiologieNebenwirkungPharmakologieStudieTirofiban

Die derzeitig Zulassung für Tirofiban in Österreich beinhaltet Patienten mit instabiler Angina und/oder "non-Q-wave"-Myokardinfarkt, die primär medikamentös-konservativ behandelt werden, aber auch solche Patienten, bei denen im Rahmen der weiteren Behandlung eine PCI nötig werden könnte. Die Substanz ist somit sowohl für Spitäler mit Herzkathethereinrichtung, als auch im besonderen für Spitäler ohne Herzkathetereinrichtung von Interesse. Tirofiban ermöglicht durch die klinische Stabilisierung eines Hochrisikopatienten mit instabiler Angina pectoris/"non-Q-wave"-Infarkt eine Überbrückung der Planungsphase für eventuelle invasive Eingriffe (z. B. Transport in ein Spital mit Herzkatheterausstattung). Noch einmal besonders hervorgehoben werden soll die Tatsache, daß die Therapie mit Tirofiban vor allem bei Patienten mit instabiler Angina pectoris und hohem Risikoprofil (therapierefraktäre instabile Angina, Postinfarkt-Angina, troponinpositive instabile Angina) seine höchste Effizienz zeigt und entsprechend auch angewendet werden soll. Noch nicht völlig geklärt ist zum momentanen Zeitpunkt die Effizienz und Sicherheit einer Kombinationstherapie mit niedermolekularen Heparinen sowie mit Thrombolytika (im akuten Myokardinfarkt). Da das internationale wissenschaftliche Interesses an Tirofiban nicht zuletzt wegen seiner günstigen Preis-Leistungs-Relation sehr groß ist, ist zu erwarten, daß in Kürze klinisch relevante Daten über Tirofiban in allen Therapieoptionen des akuten Koronarsyndroms vorliegen werden.
 
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