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Schramek P  
Minimal-invasive Chirurgie bei lokalisiertem Prostatakrebs

Blickpunkt der Mann 2003; 1 (2): 7-9

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Abb. 1: Prostatakarzinom - Chirurgie Abb. 2A-B: Prostatakarzinom - Chirurgie Abb. 3: Prostatakarzinom - Chirurgie Abb. 4: Prostatakarzinom - Chirurgie Abb. 5: Prostatakarzinom - Chirurgie



Keywords: AndrologieChirurgieminimalinvasivOnkologieProstatakarzinom

Die breite Akzeptanz einer laparoskopischen Operationsindikation, wie z. B. die laparoskopische Cholezystektomie, war in der Urologie jahrelang inexistent. Ziel dieser Arbeit soll es sein, anhand einer klassischen urologischen Operation die Vor- und Nachteile der laparoskopischen Operationstechnik darzustellen, ohne in irgendeiner Weise die offen-chirurgische Methode auszuschließen. Im Rahmen der ärztlichen Aufklärungspflicht muß aber heute die laparoskopische Methode in jedem Fall bei geeigneter Indikation dargelegt werden. Die neue Ära der laparoskopischen radikalen Prostatektomie wurde im Jahr 1998 durch 2 französische Arbeitsgruppen begründet, die diesen häufigen urologisch-onkologischen Eingriff laparoskopisch standardisiert durchführten. Die gute intraoperative Erkennung wichtiger neuromuskulärer Strukturen durch Vergrößerung und optimale Beleuchtung ermöglicht eine wasserdichte Anastomose mit kurzen Katheterverweilzeiten und sehr gute funktionelle Ergebnisse hinsichtlich Kontinenz und Potenz. Die Operationszeiten liegen für einen derart komplizierten Eingriff noch über jenen der offenen Methoden. Die onkologischen Ergebnisse sind wie bei jeder Methode abhängig von der Patientenselektion und in der Literatur mit den offenen Operationsmethoden vergleichbar. Langzeitergebnisse für die laparoskopische Methode fehlen aus verständlichen Gründen. Generell sind die Kosten der Laparoskopie bei Verwendung sterilisierbarer Instrumente betriebswirtschaftlich gesehen vergleichbar mit dem offen-chirurgischen Vorgehen, werden aber durch die geringere Morbidität, die kürzere Krankenhausverweildauer und Rekonvaleszenz volkswirtschaftlich ökonomischer. Bei einer Vielzahl von Indikationen wird der künftig zu erwartende technische Fortschritt bei Instrumenten und Robotern die laparoskopische Chirurgie in der Urologie zur Methode der Wahl machen.
 
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