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Weber F et al.  
Wie reproduzierbar ist die QT-Intervall-Analyse im 24-Stunden-Holter-EKG von Patienten mit koronarer Herzerkrankung?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2000; 7 (5): 182-186

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Keywords: EKGHolterKardiologieKHKKoronare HerzkrankheitQT-Intervall

Problemstellung: Untersuchung der Reproduzierbarkeit des QT-Intervalls ermittelt aus dem 24-Stunden-Holter-EKG von Patienten mit koronarer Herzerkrankung und stabiler Angina pectoris. Patienten und Methode: Retrospektive Analyse der 24-Stunden-Holter-EKG-Aufzeichnungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen unter Placebo (382 Patienten) und unter einer Therapie mit 10 mg/d Bisoprolol oder 40 mg/d Nifedipin (187 Patienten). Die Aufzeichnungen erfolgten mit dem Rekorder Oxford Medilog 4500 und wurden mit dem System Oxford Excel 2 analysiert. Folgende Parameter wurden bestimmt: Das QT-Intervall (QT), das frequenzkorrigierte QT-Intervall (QTc), das Intervall Q bis Spitze T (QTP), das frequenzkorrigierte QTP (QTPc), die Differenz aus QT-QTP, die Differenz aus QTc-QTPc und das mittlere RR-Intervall. Die Frequenzkorrektur erfolgte nach der Bazett-Formel. Die Reproduzierbarkeit wird durch Bestimmung von mittlerer und maximaler Abweichung als Absolutwerte und in Prozent des Ausgangswertes sowie durch Berechnung des Pearson-Korrelationskoeffizienten (r) beschrieben. Ergebnisse: Die Korrelation aller Parameter war hoch (r von 0,87 bis 0,95). Die mittlere Abweichung zwischen den Aufzeichnungen an Tag 1 und 2 war gering (1,4 % bis 5,1 %). Die maximale Abweichung lag zwischen 9,8 % und 61,8 %. Schlußfolgerungen: Die QT-Intervall-Analyse aus dem 24-Stunden-Holter-EKG zeigte eine hohe Reproduzierbarkeit im Falle einer großen Patientenpopulation. Im Einzelfall gab es jedoch relativ ausgeprägte Tag-zu-Tag-Schwankungen. Neben einer realen Tag-zu-Tag-Variabilität ist dies vor allem auf technische Probleme in Verbindung mit der QT-Analyse im Holter-EKG zurückzuführen.
 
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