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Kuhn H  
Neue Aspekte in der Therapie der HOCM

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2000; 7 (7-8): 296-297

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Keywords: HOCMhypertrophe obstruktive KardiomyopathieKardiologie

Als wichtige neue Aspekte der HOCM-Therapie können folgende herausgegriffen werden: 1. Ein neues Verständnis der Pathophysiologie als Basis der Therapie, d. h. die Erkenntnis, daß die HOCM nicht nur als Hypertrophie- und Obstruktionserkrankung anzusehen ist, sondern gleichzeitig als Erkrankung des myokardialen Interstitiums (abnormes Kollagen-Matrix-Kompartiment) sowie als Systemerkrankung in Form einer gestörten autonomen Regulation. 2. Die Implantation eines automatischen internen Kardioverters/Defibrillators (ICD) zur Primärprävention des plötzlichen Herztodes. Es bestehen Hinweise einer ausgeprägten Reduktion des plötzlichen Herztodes (Schockrate innerhalb von 4 Jahren 20 %). 3. Die Therapie der HOCM mittels Herzschrittmacher in Form einer kontinuierlichen av-sequentiellen Stimulation. Die Schrittmacherimplantation erscheint heute als erster Schritt nach erfolgloser medikamentöser Therapie gerechtfertigt, auch wenn die Rate der deutlich gebesserten Patienten nicht hoch ist. 4. Die Katheterbehandlung der HOCM mittels transkoronarer Ablation der Septum-Hypertrophie (TASH), dem heute wohl wichtigsten therapeutischen Fortschritt. Die grundlegenden Untersuchungen konnten von 1991-1993 von unserer Arbeitsgruppe durchgeführt werden. TASH stellt heute eine Alternative zur operativen Behandlung dar, dem bisherigen Goldstandard der Therapie. Die Risiken der TASH sind offenbar wesentlich geringer. Eine definitive Beurteilung der Langzeitprognose erfordert bisher nicht verfügbare Studien über lange Zeiträume.
 
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