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Pulmonalembolie und niedermolekulare Heparine

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2000; 7 (7-8): 298-301

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Keywords: KardiologieLMWHNiedermolekulares HeparinPulmonalembolie

Trotz breit angewandter Thromboseprophylaxe und einer vereinfachten, effektiven Therapie der tiefen Venenthrombose ist die Inzidenz der Pulmonalembolie und die mit dieser Erkrankung verbundene Morbidität und Mortalität noch immer hoch. In den USA ist die Pulmonalembolie nach Malignomen und dem Myokardinfarkt die dritthäufigste Todesursache. Patienten mit Pulmonalembolie weisen eine Einjahresmortalität von über 20 % auf. Heute, vierzig Jahre nach der Erstbeschreibung, ist die therapeutische Heparinisierung nach wie vor die Therapie der Wahl bei hämodynamisch stabilen Patienten mit Pulmonalembolie. Ziel der Heparinisierung ist in erster Linie das Verhindern einer Rezidivembolie. Der Einsatz niedermolekularer Heparine (NMH) hat die Therapie der tiefen Beinvenenthrombose revolutioniert, und Metaanalysen der randomisierten Studien weisen auf die Überlegenheit von NMH gegenüber dem unfraktionierten Heparin (UH, Standardheparin) hin. Auch in randomisierten Vergleichsstudien bei submassiver Pulmonalembolie war die Therapie mit NMH wirksam und sicher. In einer von Hull et al. kürzlich publizierten randomisierten, doppelblinden Multicenterstudie fand sich hinsichtlich des Auftretens thromboembolischer Rezidive sogar ein signifikanter Vorteil für NMH gegenüber Standardheparin. Es scheint sich somit die Behandlung der leichten bis submassiven Pulmonalembolie mit NMH langsam durchzusetzen. In Europa sind NMH bereits in einigen Ländern für die Behandlung der Pulmonalembolie zugelassen. In Österreich fehlt eine solche expressis verbis derzeit noch.
 
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