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Weiske W-H  
Mikrochirurgische Refertilisierung nach Vasektomie: aktueller Stand

Journal für Fertilität und Reproduktion 2000; 10 (4) (Ausgabe für Österreich): 7-14

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Keywords: ChirurgieFertilitätKosten-Nutzen-AnalyseRefertilisierungSterilisationVasektomie

Die mikrochirurgische Refertilisierung des vasektomierten Mannes ist die Methode der Wahl bei erneutem Kinderwunsch. Mittels der modernen Operationstechniken liegt die Durchgängigkeitsrate für die Vasovasostomie bei 70 bis 99% und für die Tubulovasostomie bei 39 bis 86%. Für die Schwangerschaftsrate ergeben sich Werte zwischen 43 bis 76% (VV) und 13 bis 72% für die Tubulovasostomie. Die entsprechenden Werte für Reoperationen nach erfolgloser Refertilisierung liegen nur gering darunter, so daß sich ein zweiter Versuch immer lohnt, eine entsprechende Operationstechnik vorausgesetzt. Verbesserungen der Spermiogrammparameter sind bis eineinhalb Jahre postoperativ möglich. Bei der Kosten-Nutzen-Analyse ist die operative Wiederherstellung der Fertilität den künstlichen Reproduktionsmethoden eindeutig überlegen, ganz abgesehen davon, daß die Risiken der ART vermieden werden. Das gleiche gilt für alle Patienten mit obstruktiver Azoospermie, bei denen eine operative Refertilisierung möglich ist. Die Spermiogenese wird durch eine Vasektomie nicht verändert. Das geschädigte Organ nach einer Vasektomie ist der Nebenhoden.
 
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