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Hammadeh ME et al.  
Chromatindekondensation in vitro als prognostischer Test der Befruchtungsfähigkeit von Spermien nach intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) (vorläufige Ergebnisse)

Journal für Fertilität und Reproduktion 2000; 10 (3) (Ausgabe für Österreich): 8-12

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Keywords: BefruchtungsfähigkeitChromatindekondensationFertilitätICSIIntrazytoplasmatische Spermieninjektion

Eine regelrechte Chromatindekondensation ist Voraussetzung dafür, daß ein Spermium eine Eizelle befruchten kann. Ziel dieser Studie war es herauszufinden, ob ein Zusammenhang zwischen der Chromatindekondensation der Spermien in vitro nach Inkubation mit Heparin/SDS und Beta-Mercaptoethanol in Boratlösung und der Dekondensation des Spermienchromatins nach intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) besteht. Außerdem wurde untersucht, ob die Chromatindekondensation in vitro als prognostischer Test der Befruchtungsfähigkeit von Spermatozoen nach ICSI eingesetzt werden kann. 32 kinderlose Ehepaare wurden in diese Studie aufgenommen. Der mittlere Prozentsatz unkondensierter Spermien stieg von 0,8 ± 1,9% im Nativpräparat auf 6,5 ± 8,9%; 7,9 ± 9,1% und 13,2 ± 18,5% nach Inkubation in Heparin/SDS und Beta-Mercaptoethanol für 0,5; 1,0 und 24 Stunden. 204 Eizellen wurden injiziert (6,3 ± 3,7). Die erzielte Befruchtungsrate lag bei 63,9 ± 27,0%; die Schwangerschaftsrate bei 31,3%. Zwischen der Chromatindekondensation in vitro nach unterschiedlicher Inkubationsdauer und der Befruchtungsrate konnte keine statistisch signifikante Korrelation festgestellt werden. Nach unseren bisherigen Ergebnissen können also weder die Chromatindekondensation in vitro nach Inkubation mit Heparin/SDS/Beta-Mercaptoethanol noch die morphologische Beurteilung als Vorhersagekriterium für die Befruchtungsfähigkeit von Spermien nach ICSI-Technik herangezogen werden. Weitere Tests zur Untersuchung der Spermienchromatindekondensation mittels anderer Substanzen werden zur Zeit in unserem Labor durchgeführt. Des weiteren laufen Untersuchungen des Spermienchromatins in nicht befruchteten Eizellen, um eine Verbesserung der ICSI-Ergebnisse zu erzielen.
 
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