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Sperling H et al.  
MESA/TESE: Ergebnisse der Kryokonservierung im Vergleich zur Verwendung "frischer" Spermatozoen zur assistierten Reproduktion

Journal für Fertilität und Reproduktion 2000; 10 (3) (Ausgabe für Österreich): 30-34

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Keywords: assistierte ReproduktionFertilitätICSIIntrazytoplasmatische SpermieninjektionKryokonservierungMESAmikrochirurgische epididymale SpermienaspirationTESEtestikuläre Spermienextraktion

Die Verwendung operativ gewonnener Spermatozoen zur assistierten Reproduktion stellt ein Standardverfahren dar. Die Anwendung der Kryokonservierung hat sowohl logistische Vorteile, da die notwendige Abstimmung des Operationszeitpunktes mit der Eizellentnahme entfällt, als auch vor allem den Vorteil eines möglichst einmaligen operativen Vorgehens mit mehreren resultierenden Stimulationszyklen. Vorgestellt wird eine Überprüfung der Effizienz und Therapiesicherheit der Kryokonservierung epididymaler und testikulärer Spermatozoen im Rahmen der assistierten Reproduktion. Bei der Verwendung von "frischen" Spermatozoen zeigte sich in unserem Patientengut bei 13/57 MESA-ICSI und 14/69 TESE-ICSI eine nachfolgende Schwangerschaft. Es wurden 12/13 MESA-Graviditäten und 9/14 TESE-Graviditäten erfolgreich beendet. Bei den kryokonservierten Spermien führten 4/30 MESA/ICSI-Zyklen und 11/28 TESE/ICSI-Zyklen zum Eintreten einer Schwangerschaft. Erfolgreich beendet wurde 1 von 4 MESA- und 7/11 TESE-Graviditäten. Beim statistischen Vergleich mittels Fisher's exact-Test zeigt sich für TESE-Kryo / MESA-Kryo ein signifikanter Unterschied von 0,036 (p < 0,05), ohne daß in den anderen Vergleichsgruppen ein signifikanter Unterschied nachzuweisen gewesen ist. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse läßt sich - auch im Literaturvergleich - festhalten, daß die operative Spermiengewinnung nur mit der gleichzeitigen Möglichkeit der Kryokonservierung durchgeführt werden sollte. Inwieweit epididymale oder testikuläre Spermatozoen für die Kryokonservierung besser geeignet sind, bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch ungeklärt.
 
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