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Dines M et al.  
Die geburtshilflichen und neonatologischen Ergebnisse von 134 Schwangerschaften, entstanden mittels assistierter Reproduktionsmedizin an der LFK Linz in den Jahren 1995-1997

Journal für Fertilität und Reproduktion 2000; 10 (2) (Ausgabe für Österreich): 8-16

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Keywords: assistierte ReproduktionFertilitätGeburtshilfeGynäkologieNeonatologie

Zwischen 1995 und 1997 entstanden an unserer IVF-Abteilung 197 Schwangerschaften mittels assistierter Reproduktionsmedizin (ART). Dies entspricht einer Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer von 28,7%. Bei diesen Schwangerschaften handelte es sich in 11 Fällen um eine biochemische Schwangerschaft (5,6%), in 44 Fällen kam es zum Abortus (22,3%) und in acht Fällen mußte eine Extrauteringravidität festgestellt werden (4,1%). 134 Frauen haben entbunden (68%). Es handelte sich um 105 Einlingsschwangerschaften (78,4%), 25 Zwillingsschwangerschaften (25%) und vier Drillingsschwangerschaften (4%), so daß letztendlich insgesamt 167 Kinder geboren wurden. Die häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft waren Blutungen (21,7%), Zervixinsuffizienz (19,4%) und vorzeitige Wehen (9,7%). Die mittlere Geburtswoche lag bei den Einlingen in der 39. SSW, bei den Zwillingen in der 37. SSW und bei den Drillingen in der 31. SSW. 21 der 105 Einlingsschwangerschaften (20%), 16 der 25 Zwillingsschwangerschaften (64%) und alle Drillingsschwangerschaften mußten per Sectio caesarea entbunden werden. Das mittlere Geburtsgewicht lag bei den Einlingen bei 3.069 g, bei den Zwillingen bei 2.490 g und bei den Drillingen bei 1.266 g. Zur Frühgeburt kam es in sechs Fällen der Einlingsschwangerschaften (5,7%), in 9 Fällen der Zwillingsschwangerschaften (36%) und erwartungsgemäß in allen Drillingsschwangerschaften. Von allen Kindern mußten 12 Einlinge, 24 Zwillinge und alle 12 Drillinge an eine neonatologische Abteilung zur weiteren Betreuung verlegt werden. Die mittlere Aufenthaltsdauer an diesen Abteilungen war bei den Neugeboren aus den Einlingsgeburten 13 Tage, aus den Zwillingsgeburten 28 Tage und bei den Drillingen 60 Tage. Fehlbildungen traten bei zehn Kindern auf, wobei es sich um sieben "major" (4,2%) und drei "minor malformations" (1,8%) handelt. Im Vergleich entsprechen unsere Ergebnisse weitgehend den Daten internationaler Zentren. Es wird bestätigt, daß die assistierte Reproduktionsmedizin mit höheren Mehrlingsschwangerschaftsraten einhergeht.
 
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