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Maier SH et al.  
Langzeitergebnisse der assistierten Fertilisierung

Journal für Fertilität und Reproduktion 2000; 10 (2) (Ausgabe für Österreich): 17-23

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Keywords: assistierte ReproduktionFertilitätICSIIntrazytoplasmatische SpermieninjektionKryptorchismusMESAmikrochirurgische epididymale SpermienaspirationSpermatogeneseTESEtestikuläre Spermienextraktion

Seit Dezember 1995 werden an der urologischen Universitätsklinik Ulm in Zusammenarbeit mit der Gynäkologie infertile Paare behandelt. Nach Abklärung der Sterilitätsursachen wird bei den Männern eine MESA und/oder eine TESE durchgeführt. Es wurde ein Behandlungsschema entwickelt, um zu entscheiden, ob die assistierte Fertilisierung mit dem ICSI-Verfahren einzeitig oder zweizeitig durchgeführt werden soll. Die hierfür entscheidenden Parameter waren die Anamnese, die Hormonparameter und die Sonografie. Das Ziel war, die Patienten mit Verschlußazoospermie von denen mit einem primären Gonadenschaden zu trennen. In beiden Gruppen wurde intraoperativ der Entnahmeort der Spermien dokumentiert und eine mikroskopische und histologische Begutachtung in bezug auf die Spermiogenese vorgenommen. Eine ICSI wurde bisher bei 28 Paaren nach dem einzeitigen Verfahren (EZ) und bei 19 Paaren nach dem zweizeitigen Vorgehen durchgeführt (ZZ). In der ersten Gruppe konnten 11 (39,%) Schwangerschaften erfolgreich ausgetragen werden, während in der zweiten Gruppe nur 3 Kinder (15,6%) geboren wurden. Weil die präoperativen Parameter keinen sicheren prädiktiven Charakter zu haben scheinen und die Geburtenrate im einzeitigen Kollektiv deutlich höher ausfällt, halten wir derzeit das einzeitige Vorgehen für die erfolgversprechendere Methode in der Behandlung der männlichen Infertilität.
 
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