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Mühlberger V et al.  
Nationales österreichisches PTCA (= PCI)- und Koronarangiographie-Register 1999

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2000; 7 (10): 422-429

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Keywords: DatenbankKardiologieKoronarangiographiePCIPTCA

32.864 diagnostische Koronarangiographien (CA) und 9.276 PTCA (= PCI) wurden an 28 Erwachsenenzentren während des Jahres 1999 in Österreich durchgeführt (22 davon führen PTCA durch, wovon wiederum 16 ein herzchirurgisches "Backup" im gleichen Hause haben). Das entspricht einer Zunahme von 4,6 % bei Angiographien (CA) und 8,4 % bei PTCA (= PCI) gegenüber 1998. 72 % der PTCA wurden während der diagnostischen Angiographie (CA) ausgeführt, eine direkte PTCA wegen oder während eines Myokardinfarktes in 9,1 %. Insgesamt 6.883 Stents (bei 74 % der PTCA-Fälle) wurden implantiert. Der internationale Vergleich zeigt Österreich unter den Spitzenreitern mit 4.082 CA und 1.152 PTCA pro Million Einwohner. Als Konsequenz aus einer diagnostischen Angiographie resultiert in 40 von 100 Fällen eine Revaskularisation, sei es durch PTCA oder durch Operation. Die Spitalssterblichkeit betrug nach PTCA 0,6 %, die Rate notfallmäßiger Operationen nach PTCA 0,3 %, während ein Myokardinfarkt im Herzkatheterlabor als Folge des Eingriffes in 0,8 % berichtet wird. In den Jahren 1993 bis 1996 stieg die Mortalität infolge notfallmäßiger Bypassoperationen nach fehlgeschlagener PTCA von 3,3 auf 28,6 %, fiel dann auf 8,3 % im Jahr 1997 und stieg 1998 wieder auf 15,4 % und 1999 auf 16 % (das sind 4 von 25 Fällen). Leicht zunehmend ist der Anteil der Typ B-Läsionen von 34 auf 45 % von 1996 bis 1999, bei gleichzeitiger Zunahme der Typ C-Läsionen auf 24 % aller PTCA. Verglichen mit 1998 kommt es 1999 zu einer Zunahme des Anteils von Eingriffen unter Verwendung von IIb/IIIa-Rezeptor-Antagonisten von 14,4 auf 16,7 % sowie bei Hilfsmitteln zum Punktionsverschluß von 3,0 auf 16,7 %. An neuen Gerätschaften sind 1999 gemeldet worden: Alkohol-Ablation der Septumhypertrophie (n = 9), Katheterverschluß von Defekten (Vorhofseptum/Duktus) (n = 24), Transmyokardiale Laser-Revaskularisation (n = 12), Karotisinterventionen (n = 60), Brachytherapie (n = 19). Die mittlere Fallbelastung für alle 166 Ärzte, die diagnostische Koronarangiographien 1999 durchführten, betrug 198 Fälle im Jahr. Die 84 "PTCA-Ärzte" führten durchschnittlich 110 Interventionen aus. Das sind 307 PTCA und 939 diagnostische Angiographien pro Tisch 1999. Internet-Adresse: http://gin.uibk.ac.at/iik
 
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