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Berent R et al.  
Wozu AT1-Rezeptorantagonisten?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2000; 7 (11): 452-455

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Keywords: ACE-HemmerAT1-RezeptorantagonistHypertonieKardiologie

ACE-Hemmer sind nun seit fast 20 Jahren im klinischen Einsatz. Ihre Effektivität in der Behandlung der arteriellen Hypertonie, der Herzinsuffizienz und bei nephrologischen Erkrankungen wurde durch eine große Zahl an randomisierten, prospektiven Studien belegt. Zusätzlich ist das Nebenwirkungsprofil (inklusive seltener Nebenwirkungen) dieser Substanzklasse durch die langjährige Anwendung gut dokumentiert. Unter einer AT1-Rezeptorantagonistentherapie konnte bislang eindeutig gezeigt werden, daß das Auftreten von Nebenwirkungen, im speziellen des Reizhustens, deutlich seltener ist und im Placebobereich liegt, was die Compliance der Patienten sicherlich erhöht. Klinisch finden sich allerdings kaum Unterschiede in der Hämodynamik bei der Einnahme von ACE-Hemmern oder AT1-Rezeptorantagonisten. AT1-Rezeptorantagonisten blockieren sicherlich effektiver die AT1-rezeptorvermittelte Vasokonstriktion, währenddessen sich die ACE-Hemmerwirkung aus einer partiellen Abnahme der Angiotensin-II-Bildung und der Akkumulation von Bradykinin zusammensetzt. Aufgrund der derzeitigen Datenlage kann der AT1-Rezeptorantagonist nicht als Alternative zum ACE-Hemmer empfohlen werden, außer ein Absetzen des ACE-Hemmers ist wegen Nebenwirkungen notwendig. Auch die Kombinationstherapie, AT1-Rezeptorantagonist plus ACE-Hemmer, stellt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine etablierte Therapie dar.
 
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