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Schultz-Zehden B  
Psychologische Überlegungen zur HRT-Compliance

Journal für Menopause 2001; 8 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Schweiz): 27-29
Journal für Menopause 2000; 7 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Deutschland): 28-30

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Keywords: ComplianceMenopausePsychologie

Die Gründe für eine oft unzureichende Compliance bei der HRT sind vielfältig. Die Compliance hängt ab von der Medikation, von bestimmten äußeren Faktoren, wie Berichte in den Medien als Informationsquellen, und natürlich auch von den Patientinnen und von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Aus psychologischer Sicht wird insbesondere auf Faktoren eingegangen, die im Arzt-Patientinnen-Verhältnis begründet liegen. Von 1038 Frauen, die in einer Studie [1] bundesweit befragt wurden, gaben insgesamt 26 % zur Zeit der Befragung an, Hormonpräparate zu verwenden. Höchstens 50 % aller Frauen nutzen die Behandlung länger als 5 Jahre. Als Hauptvorteil der HRT gilt die Besserung der klimakterischen Symptomatik. Als Hauptgründe, eine Therapie innerhalb der ersten beiden Jahre bereits abzubrechen, werden von Frauen die Beschwerdefreiheit, des weiteren Unverträglichkeiten und auch Ängste vor verschiedenen Schädigungen genannt. Ein Drittel aller HRT-Anwenderinnen wechselt zudem im Verlauf der Anwendung das Präparat. Zu berücksichtigen ist, daß die Compliance sich bei Patientinnen anders darstellt, die eine HRT aus therapeutischen Gründen durchführen, als wenn sie zur Prävention angewandt wird. Gerade dies erfordert eine besondere Patientenführung und Qualität der Beratung. Bei der Langzeittherapie wird das vertrauensvolle Arzt-Patientinnen-Verhältnis ein immer entscheidenderes Gewicht erhalten, bei dem die Gynäkologinnen und Gynäkologen selbst einen wichtigen Faktor darstellen.
 
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