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Daha LK et al.  
Keimspektrum von Ejakulatkulturen bei infertilen Patienten

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (3) (Ausgabe für Schweiz): 6-8
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (5) (Ausgabe für Österreich): 7-10

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Keywords: BakteriologieEjakulatEjakulatkontaminationEjakulatkulturKeimspektrumUrologie

Die bakterielle Kontamination des Ejakulates kann die Spermienqualität und damit auch die männliche Fertilität negativ beeinflussen. Über das Ejakulat-Keimspektrum bei infertilen Patienten gibt es in der Literatur unterschiedliche Angaben. Wir untersuchten daher die primären Ejakulatkulturen infertiler Patienten, die unsere andrologische Sprechstunde aufsuchten. Bei 160 Patienten wurden retrospektiv die primären Ejakulatkulturen ausgewertet, wobei eine Keimzahl über 103 Keime/ml als positive Kultur (laut WHO 1993) gewertet wurde. Eine positive Ejakulatkultur (Keimzahl > 103) wurde in 52 % (n = 83), eine bakterielle Kontamination mit einer Keimzahl von unter 103 in 41 % (n = 65) und sterile Kulturen lediglich bei 7 % (n = 12) der Patienten nachgewiesen. Von den Patienten mit einer positiven Ejakulatkultur hatten 36 % (n = 30) Mischkulturen. Die häufigsten Erreger waren Ureaplasmen/Mycoplasmen mit 26 % (n = 22) und Enterococcus faecalis mit 19 % (n = 16), wobei Ureaplasmen/Mykoplasmen in 17 % (n = 14) mit anderen Keimen kombiniert waren. In 8 % (n = 7) waren Staphylokokken (Staph. aureus, Staph. epidermidis) nachweisbar, in 5 % (n = 4) Escherichia coli. Eine positive Ejakulatkultur ist bei infertilen Patienten häufig zu finden. Aufgrund der negativen Auswirkung der bakteriellen Kontamination auf die Spermatozoenqualität sollte im Rahmen der Primärdiagnostik immer eine Ejakulatkultur erhoben werden, um eine testgerechte antibiotische Therapie zu ermöglichen.
 
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