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Hayatpour J, Monsees TK  
Einfluß von Xenoöstrogenen auf sekretorische Funktionen von Sertoli-Zellen

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (3) (Ausgabe für Schweiz): 16-21
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (5) (Ausgabe für Österreich): 20-27

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Keywords: EndokrinologieNoxenSertoli-ZellenUmweltfaktorUrologieXenoöstrogene

Eine Belastung durch Umweltschadstoffe wird als eine mögliche Ursache für den beobachteten Rückgang in der Anzahl der Spermatozoen diskutiert. Eine Beeinträchtigung der Morphologie oder Physiologie der Sertoli-Zellen könnte dafür verantwortlich sein, da diese eine elementare Funktion für die Spermatogenese ausüben. Wir untersuchten in einem in vitro-Modell den Einfluß der Xenoöstrogene Bisphenol-A, Daidzein und Ethinylestradiol auf bestimmte Parameter von Sertoli-Zellen, die aus juvenilen Ratten präpariert wurden. Hierbei wurde die Zellvitalität, die Aktivität mitochondrialer Dehydrogenasen, sowie die Sekretion des Kohlenhydrats Laktat und des spezifischen, endokrinen Hormons Inhibin-B analysiert. Bei Konzentrationen zwischen 0,1 nM und 1µM bewirkten die untersuchten Xenoöstrogene keine signifikanten Veränderungen der genannten sekretorischen Sertoli-Zell-Parameter. Bei höheren Konzentrationen verursachte Bisphenol-A dagegen eine signifikante und dosisabhängige Steigerung der Laktat-Produktion. Daidzein und Ethinylestradiol erhöhten geringfügig die Laktatmenge im Zellkulturüberstand. Darüber hinaus steigerten alle untersuchten Xenoöstrogene im Bereich um 3-10 µM die Produktion von Inhibin-B. Solche Änderungen in der Physiologie der Sertoli-Zelle könnten schließlich zu einer gestörten Spermatogenese führen. Für die Untersuchung potentieller Sertoli-Zell-Noxen empfiehlt sich daher die Analyse der Sekretionen von Laktat und Inhibin-B durch juvenile Sertoli-Zellen der Ratte als nützliche und empfindliche Parameter.
 
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