Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Lenk VS  
Myobakteriennachweis aus Geweben des Urogenitaltraktes

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (1) (Ausgabe für Schweiz): 6-10
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (1) (Ausgabe für Österreich): 7-13

Volltext (PDF)    Summary   




Keywords: BakteriologieMikrobiologieUrogenitaltuberkuloseUrologie

Mit 24,1 % steht die Urogenitaltuberkulose (UGT) auch 1997 in Deutschland unverändert an zweiter Stelle der extrapulmonalen Tuberkulosen nach der Tuberkulose der peripheren Lymphknoten. In 25-30 % der Fälle kann die Diagnose UGT nur aus dem histologischen Bild und/oder dem Nachweis von Mycobacterium tuberculosis-Komplex durch PCR gestellt werden. Aussagen zur biologischen Aktivität der Tuberkulose sind jedoch nur durch kulturelle Züchtung von Mykobakterien möglich. Deshalb wurde versucht, aus 118 Gewebsproben von Patienten mit UGT mit bakteriologischen Methoden (Mikroskopie, Kultur, Tierversuch) Mykobakterien nachzuweisen und zu isolieren. Insgesamt konnten aus 24 von 118 Proben (20,3 %) Mykobakterien gezüchtet werden (Kultur / Tierversuch). Bei den Nierengewebsproben waren nach durchschnittlich 3-monatlicher antituberkulöser Behandlung in 35 % der Fälle noch Mykobakterien nachweisbar. Diese Ergebnisse zeigen, daß der biologische Nachweis von Mykobakterien aus Geweben die diagnostische Treffsicherheit verbessern kann, und daß bei der UGT eine antituberkulöse Chemotherapie von mindestens 6 Monaten erforderlich ist.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung