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Heimbach D et al.  
Physikalische Eigenschaften künstlicher Harnsteine aus natürlichen Materialien (BON(N)-STONES) im Vergleich zu natürlichen und anderen künstlichen Harnsteinen

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (1) (Ausgabe für Schweiz): 11-20
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (1) (Ausgabe für Österreich): 14-24

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Keywords: BONN-STONESHarnsteineUrologie

Aus klinischer Sicht sind die bisher bekannten künstlichen Harnsteinmodelle aus artefiziellen Materialien (z. B. Gips) für in vitro-Untersuchungen zur Lithotripsie ein Kompromiß. Für Experimente zur Chemolyse sind sie völlig ungeeignet, da sie humanen Nierensteinen nicht entsprechen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, die physikalischen Eigenschaften von künstlichen Steinen aus natürlichen Steinmaterialien (BON(N)-STONES) mit natürlichen Harnsteinen gleicher chemischer Zusammensetzung zu vergleichen. Im einzelnen wurden künstliche Harnsteine aus Apatit, Struvit, Brushit, Zystin, Harnsäure und Kalziumoxalat systematisch untersucht. Die Dichte der Steine wurde gemäß dem Archimedischen Prinzip mit einem Pyknometer untersucht. Die Messung der Mikrohärte erfolgte mit einem Vickers-Stempel. Mittels einer Ultraschall-Puls-Transmissionstechnik wurden longitudinale und transversale Wellengeschwindigkeiten untersucht. Wellenimpedanzen sowie dynamische Module wurden errechnet. Die neuen künstlichen Steine (BON(N)-STONES) haben eine Kugelform und sind einheitlich bezüglich Durchmesser, Volumen und Gewicht, Dichte und Mikrohärte. Die akustischen Eigenschaften und dynamischen Module der BON(N)-STONES sind insbesondere mit natürlichen Steinen aus Apatit, Struvit, Brushit und Harnsäure vergleichbar. Die Ergebnisse zeigen, daß die BON(N)-STONES in bezug auf ihre physikalischen Eigenschaften mit Ausnahme von Zystin und Kalziumoxalat natürlichen Steinen gleicher chemischer Zusammensetzung weitgehend entsprechen. Sie sind geeignet, um standardisierte und reproduzierbare in vitro-Untersuchungen durchzuführen und substanzspezifische Informationen zu geben und können zur Qualitätskontrolle und für wissenschaftliche Experimente eingesetzt werden.
 
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