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Hänggi W  
Klinische kardiovaskuläre Effekte der Hormonsubstitutionstherapie

Journal für Menopause 2000; 7 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Schweiz): 7-11

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Keywords: KardiologieMenopause

Während des letzten Jahrzehnts hat eine grosse Zahl epidemiologischer Studien deutliche Hinweise darauf ergeben, dass die Hormonsubstitutionstherapie bei postmenopausalen Frauen eine Schutzwirkung für das Herz hat und das Risiko der KHK um bis zu 50 % senken kann. Der infolge des erhöhten Endometriumkarzinomrisikos heute unabdingbare Gestagen-Zusatz bei nichthysterektomierten Frauen schmälert diese positive Oestrogenwirkung, abhängig vom gewählten Gestagen, nur geringgradig. Vor allem die "natürlichen2 Gestagene Progesteron und Dydrogesteron (ein Retro-Progesteron) sowie einige Abkömmlinge des 17alpha-Hydroxyprogesterons zeichnen sich durch ein praktisch inertes Stoffwechselverhalten bezüglich der kardiovaskulären Risikofaktoren aus. Die Applikationsroute der Oestrogene ist im Normalfalle für die kardioprotektive Wirkung von geringer Bedeutung und richtet sich vorwiegend nach der subjektiven Wahl der Patientin. Mit zunehmendem Alter nehmen auch das kardiovaskuläre Risiko und die Verschlechterung der östrogenabhängigen Risikofaktoren zu. Es ist deshalb naheliegend, den Oestrogenschutz auch älteren Frauen nicht vorzuenthalten. Durch die Verabreichung von geringeren Oestrogendosen können die unangenehmen Nebenwirkungen bei annähernd gleichbleibender Wirkung auf Kreislauf und Knochen wesentlich reduziert werden. In den vorliegenden Daten zum Mammakarzinomrisiko wie auch zu denjenigen des thromboembolischen Risikos wurde ebenfalls eine Dosisabhängigkeit von Oestrogen nachgewiesen, was auch hier für eine Reduktion der bisher üblichen Oestrogendosis sprechen dürfte. Insbesondere die fixe, kontinuierliche Kombination wird infolge Wegfalls der Abbruchblutungen zu einer Erhöhung der Langzeit-Compliance führen.
 
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