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Boschitsch E et al.  
Ultraschall der Finger zur Beurteilung struktureller peri- und postmenopausaler Knochenveränderungen

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2000; 7 (1): 12-16

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Keywords: BMDBone Mineral DensityDEXADual Energy X-ray AbsorptiometryKnochendichteKnochenultraschallMenopauseMineralstoffwechselphalangeale UltrasonographiePHUSUltraschall

Die phalangeale Ultrasonographie (PHUS) ist eines der neueren Ultraschallverfahren, die in den vergangenen Jahren zur Einschätzung des Frakturrisikos entwickelt worden sind. Basierend auf der Transmission von Ultraschallwellen durch die proximalen Phalangen der Hand werden spezifische Parameter, wie die amplitudenabhängige Schallgeschwindigkeit (amplitude dependent speed of sound, ADSOS) gemessen. In einer prospektiven offenen Studie wurde bei 338 peri- und postmenopausalen Frauen die PHUS anhand zweier für das Osteoporoserisiko bedeutender Veränderungen des Knochengewebes evaluiert und mit einer etablierten Methode zur Bestimmung der Knochendichte (bone mineral density, BMD), der dual energy X-ray absorptiometry (DEXA), in Beziehung gesetzt: Erstens wurden die vom Alter abhängigen Veränderungen und zweitens die durch eine Hormonersatztherapie (hormone replacement therapy, HRT) hervorgerufenen Effekte geprüft. Zur Beurteilung altersabhängiger Knochenveränderungen wurde ADSOS mit BMD verglichen: Beide Parameter wiesen eine negative lineare Korrelation mit dem Alter der Patientinnen auf. Diese war für ADSOS besser als für BMD. Die Sensitivität von PHUS und DEXA für den Effekt einer HRT wurde durch den Vergleich einer Gruppe substituierter Frauen mit einer Kontrollgruppe geprüft: ein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen war für ADSOS, nicht aber für BMD festzustellen. Die schwache Korrelation zwischen ADSOS und BMD weist darauf hin, daß mit den beiden Techniken verschiedene Eigenschaften des Knochengewebes gemessen werden. BMD ist der klassische Parameter des Mineralgehalts, ADSOS hingegen scheint in erster Linie strukturelle Eigenschaften wiederzuspiegeln. Die gegebenen Daten sollten in weiterführenden Untersuchungen dahingehend überprüft werden, ob die kombinierte Anwendung von Knochendichtemessung (DEXA) und Knochenultraschall (PHUS) die Einschätzung des Frakturrisikos verbessern kann.
 
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