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von Ehrlich B  
Leitdiagnosen und Leitsymptome des Magnesiummangels erkennen und Serum-Magnesium messen. Quantitativer Einfluß einer Praxisstrategie auf diagnostische Effizienz und Verminderung der Dunkelziffer des Magnesiummangels

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2000; 7 (1): 17-20
Journal für Ernährungsmedizin 2001; 3 (3) (Ausgabe für Schweiz): 26-29

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Keywords: HypomagnesiämiemagnesiumMagnesiummangelMineralstoffwechselSerum-Magnesium

Magnesiummangel kommt in der internistischen Praxis mit einer Prävalenz von 10-20% häufig vor. Die Diagnose ist mit einem integrierten systematischen Konzept einfach und kostengünstig unter Praxisbedingungen möglich. Ausgehend von definierten Aufgreifkriterien für Magnesiummangel - Leitdiagnosen, Leitsymptomen und klinische Situationen - wird die Auswirkung systematischer Serum-Magnesium-Bestimmung auf die Verminderung der diagnostischen Dunkelziffer untersucht. Hierzu werden Patienten aus 1998 mit einem Kollektiv aus 1993 verglichen. 12,0-17,8% der analysierten internistischen Patienten hatten eine Hypomagnesiämie < 0,75 mmol/l. Durch das systematische Vorgehen ist es möglich, eine errechnete Dunkelziffer für Magnesiummangel von 32:1 bzw. im ungünstigsten Fall 98:1 zu erhellen. Die diagnostische Effizienz in der Diagnose des Magnesiummangels verbessert sich in drei Ebenen: durch Steigerung der Serum-Meßfrequenz ca. 21fach, durch Anpassung des unteren Grenzwertes auf < 0,75mmol/l ca. 7,9fach, durch resultierende Erfahrung ca. 1,8fach. Auf Grund der systematischen Diagnostik wurden bei 18,2% der Patienten-Blutproben Magnesium-Bestimmungen gegenüber 0,84% im Durchschnitt Deutschland-weit 1998 veranlaßt. Die Serum-Magnesium-Bestimmung ist - integriert in ein klinisches Selektionskonzept - eine nützliche und preiswerte Methode, Magnesiummangel-Situationen zu erfassen und sollte am Anfang und nicht am Ende der technischen Abklärung aller Magnesiummangel-typischen Situationen stehen.
 
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