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Kudlacek S et al.  
Die Osteoporose beim Mann

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2000; 7 (3): 21-25

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Keywords: alternder MannAndrologieFrakturMineralstoffwechselOsteoporose

Die Osteoporose wird als ein systemischer Verlust des Knochenmineralgehaltes mit erhöhter Frakturinzidenz definiert. Das postmenopausale Östrogendefizit der Frau ist eine der häufigsten Ursachen für die später auftretenden Wirbelkörper- und Schenkelhalsfrakturen und der damit verbundenen erhöhten Morbidität und Mortalität. Ein der Menopause der Frau entsprechendes Syndrom wird beim alternden Mann diskutiert, konnte jedoch bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden. Allerdings ist bei einem relevanten Verlust der Knochendichte das Frakturrisiko bei Frauen und Männern gleich hoch und somit auch der prädiktive Wert der Knochendichtemessung ein etablierter und meßbarer Risikofaktor für Frakturen. Da der Verlust der Knochendichte auch bei diversen Systemerkrankungen nachweisbar ist, werden von der idiopathischen Osteoporose die metabolischen Osteopathien differenziert, um entsprechend der Grunderkrankung eine differenzierte Therapie einzuleiten. Die wichtigsten nachgewiesenen Risikofaktoren für einen rapiden Knochendichteverlust sind Glukokortikoidtherapie, Alkoholkonsum, Rauchen, hyperthyreote Funktion, durchgemachte Magenoperation, Plasmozytom sowie sämtliche andere Formen der Endokrinopathien, Mangelernährungen und die Malabsorption. Die Substitution männlicher Hormone hat nachgewiesenermaßen positive Effekte auf den Knochenstoffwechsel des Mannes, die Skelettmuskulatur und Stimmungslage, allerdings kann vorerst auf Grund der bisherigen publizierten Ergebnisse eine Hormonersatztherapie bei der idiopathischen Osteoporose des Mannes nicht allgemein empfohlen werden.
 
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