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Amann K  
Herz- und Gefäßveränderungen bei chronischer Niereninsuffizienz: strukturelle Ursachen für einen vernachlässigten kardiovaskulären Risikofaktor

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2000; 4 (2): 49-60

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Keywords: HypertonieKardiologieNiereninsuffizienzRisikofaktor

Der kardiale Tod ischämischer Ursache, der nicht notwendigerweise in Zusammenhang mit koronararteriellen Veränderungen steht, stellt die Haupttodesursache chronisch niereninsuffizienter Patienten dar. Die vorliegende Übersichtsarbeit stellt neuere Befunde über strukturelle und funktionelle Veränderungen des Herzens und der Gefäße bei Urämie zusammen, die eine potentielle Auswirkung auf die Ischämietoleranz des Myokards haben und somit helfen, die hohe kardiovaskuläre Mortalität bei chronischer Niereninsuffizienz zu erklären. Diese Strukturveränderungen umfassen (i) eine linksventrikuläre Myokardhypertrophie, deren Entstehung nicht allein durch einen erhöhten Blutdruck erklärbar ist, (ii) eine interstitielle Myokardfibrose und (iii) Veränderungen der myokardialen Mikrozirkulation, wie z. B. eine Rarifizierung der intramyokardialen Kapillaren mit Zunahme der interkapillären Sauerstoffdiffusionsstrecke und Gefäßwandverdickung intramyokardialer Arterien. Weiterhin wird auch eine Beteiligung extramyokardialer Gefäßveränderungen an der Entstehung der prognostisch ungünstigen Myokardhypertrophie bei chronischer Niereninsuffizienz diskutiert. Diese bestehen v. a. in einer Gefäßwandverdickung der Aorta und der peripheren Arterien und Venen mit Zunahme der Gefäßsteifigkeit und Abnahme der aortalen Compliance.
 
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