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Rohling K et al.  
Prävention der vertikalen HIV-1 Transmission: elektive Sectio caesarea und Zidovudin

Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2000; 18 (1) (Ausgabe für Schweiz): 22-22
Speculum - Zeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 2000; 18 (1) (Ausgabe für Österreich): 22-25

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Keywords: GeburtshilfeKaiserschnittSectiovertikale HIV-1-TransmissionZidovudin

Einleitung: Das Ziel der Studie war, den Einfluss der elektiven Sectio caesarea allein und in Kombination mit Zidovudin auf die vertikale HIV-1 Transmission zu erfassen. Methode: Zwischen 1986 und 1998 wurden in der gesamten Schweiz 457 Mutter-Kind-Paare erfasst, bei denen der HIV-Status des Kindes bekannt ist. Die Daten der 62 HIV-positiven Schwangeren, die in der Klinik für Geburtshilfe des Universitätsspital Zürich entbunden worden sind, wurden zwischen 1985 und 1995 gesondert erfasst. Ergebnisse: Seit 1985 wird an der Universität Zürich routinemässig allen HIV-positiven Schwangeren eine primäre Sectio empfohlen. In den Jahren zwischen 1985 und 1995 konnte nach elektiver Sectio eine vertikale HIV-1 Transmissionsrate von 5,4 % erreicht werden. Die durchschnittliche Übertragungsrate lag mit 9,7 % deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt von 16 %. Nach Einführung der Zidovudin-Prophylaxe Anfang 1995 führte diese in der Schweiz zu einer Senkung der vertikalen Transmissionsrate auf 7,1 %, wobei nach primärer Sectio allein eine vergleichbare Senkung möglich war (8 %). Die starkste Unterdrückung der HIV-1 Übertragung von der Mutter auf das Kind wurde mit einer Kombination von elektiver Sectio mit einer Zidovudin-Prophylaxe erreicht. Von 59 Kindern wurde keines infiziert. Schlussfolgerung: Die primäre Sectio caesarea senkt die vertikale HIV-1 Transmissionsrate in gleichem Ausmass wie eine Zidovudin-Prophylaxe. In der kombinierten Anwendung erscheint eine vollständige Unterdrückung einer HIV-1 Übertragung von der Mutter auf das Kind möglich.
 
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