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Jany K-D  
Gentechnik in der Ernährung - unnötiges Risiko oder notwendige Hilfe? (Teil 1)

Journal für Ernährungsmedizin 2001; 3 (2) (Ausgabe für Schweiz): 6-15
Journal für Ernährungsmedizin 2000; 2 (2) (Ausgabe für Österreich): 13-17

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Keywords: AllergenitätErnährungsmedizinGenetikGentechnikGentransferLandwirtschaftLebensmittelMolekularbiologieStarterkulturentransgene OrganismenZusatzstoffe

Gentechnische Verfahren sind im Agrar- und Lebensmittelbereich weltweit etabliert und werden zur Ausbildung neuer nützlicher Eigenschaften in Organismen verwendet. Derzeit werden hauptsächlich Mikroorganismen und Pflanzen für die Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung gentechnisch verändert. Mikroorganismen werden für die fermentative Gewinnung von Enzymen, Vitaminen, Aminosäuren oder sonstigen Zusatzstoffen eingesetzt. Gegenwärtig sind weltweit 48 transgene Pflanzen zugelassen, und 21 Pflanzen stehen in kommerziellem Anbau. Die Hauptnutzpflanzen, wie transgene Sojabohnen, Kartoffeln, transgener Mais und Raps, werden vorwiegend in den USA angebaut, und weltweit beträgt die Anbaufläche 40 Mill. Hektar. Fast alle Pflanzen wurden in ihren agronomischen Eigenschaften, wie Herbizidtoleranz, Insekten- und Virusresistenz, verändert. In der Europäischen Union sind 11 transgene Pflanzen zugelassen, aber lediglich ein beschränkter Anbau von insektenresistentem Mais ist möglich. In die EU dürfen Soja, Mais und Raps für Verarbeitungszwecke eingeführt werden. Transgene Pflanzen und daraus gewonnene Lebensmittel unterliegen einer strengen Zulassung, und die Sicherheitsanalysen für neuartige Lebensmittel haben eine hohe Aussagekraft. Aufgrund der umfassenden Sicherheitsanalysen gehören gentechnisch modifizierte Lebensmittel hinsichtlich Toxikologie und Allergenität zu den am besten untersuchten Lebensmitteln. Die heute auf dem Markt befindlichen gentechnisch modifizierten Lebensmittel sind genau so sicher wie unsere traditionellen Erzeugnisse; sie weisen keine anderen oder höheren Risiken auf. Die Entwicklung der Gentechnik im Agrarbereich geht weg von Verbesserungen agronomischer Eigenschaften, hin zur Erzeugung funktionaler Lebensmittel, die präventiv gegen bestimmte ernährungsbedingte Erkrankungen wirken.
 
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