Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Zeymer U et al.  
Erfolgskontrolle nach Thrombolyse beim akuten Herzinfarkt: Angiographische Offenheit des Infarktgefäßes oder Rückbildung der ST-Hebung im EKG?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 1999; 6 (10-11): 550-552

Volltext (PDF)    Summary   




Keywords: frühe angiographische OffenheitKardiologiePatencyThrombolyse

Die frühe angiographische Offenheit (Patency) gilt als "Gold-Standard" zur Erfolgskontrolle der Thrombolyse bei Patienten mit akutem Herzinfarkt. Die Rückbildung der ST-Hebungen (ST Resolution) 180 Minuten nach Beginn der Thrombolyse hat sich in früheren Untersuchungen als guter nicht-invasiver Prädiktor der Infarkt-Sterblichkeit erwiesen. In dieser prospektiven Untersuchung wurden die angiographische Patency und die ST Resolution in den 447 Patienten der angiographischen Substudie der Hirudin for the Improvement of Thrombolysis (HIT)-4 Studie verglichen. Eine TIMI 3 Patency nach 90 Minuten war nur in etwa 40 % der Patienten auch mit einer kompletten ST Resolution nach 90 Minuten assoziert, diese Rate stieg auf etwa 60 % in der 180 Minuten ST Resolution an. Patienten mit verschlossenem Infarktgefäß (TIMI 0/1 Fluß) zeigten nach 90 Minuten in über 75 % keine ST Resolution und in nur 4 % ein komplette ST Resolution. Die 30-Tage Sterblichkeit betrug 8,1 %, 3,9 % und 1,3 % bei Patienten mit TIMI 3, 2 und 0/1 90-Minuten Patency, 6,2 %, 2,4 % und 1,4 % bei Patienten mit keiner, partieller und kompletter ST Resolution nach 90 Minuten, sowie 12,1 %, 4,1 % und 1,8 % mit keiner, partieller und kompletter ST Resolution nach 180 Minuten. Eine Übereinstimmung von epikardialer Patency des Infarktgefäßes und mittels ST Resolution bestimmter myokardialer Reperfusion ist häufig nicht gegeben. Die ST Resolution erscheint bezüglich der Vorhersage der Sterblichkeit der Patency zumindest ebenbürtig. Daher erscheint die ST Resolution als einfache, nicht-invasive, billige und vor allem überall verfügbare Methode sehr gut zur Identifizierung von Hoch- und Niedrig-Risiko-Gruppen nach Thrombolyse im klinischen Alltag und auch als Endpunkt in Studien zur Reperfusions-Therapie des AMI geeignet zu sein.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung