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Schotten U, Hanrath P  
Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz mit Betablockern: Ergebnisse der Cardiac Insufficiency Bisoprolol Study II (CIBIS II)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 1999; 6 (10-11): 559-562

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Keywords: BetablockerBisoprololchronische HerzinsuffizienzCIBIS-IIKardiologieStudie

Die schwere Herzinsuffizienz auf dem Boden einer ischämischen oder dilatativen Kardiomyopathie weist trotz einer Basistherapie bestehend aus Digitalis, Diuretika und ACE-Hemmern eine hohe Morbidität und Mortalität auf. Basierend auf neueren pathophysiologischen Erkenntnissen der Herzinsuffizienz mit einer Aktivierung vorwiegend des sympathikoadrenergen Systems und den Ergebnissen aus einer Vielzahl klinischer Studien haben die Betablocker, sofern keine Kontraindikation besteht, heutzutage in der Behandlung der Herzinsuffizienz als adjuvantes Therapeutikum zu der oben genannten Basistherapie einen festen Platz. Der Vorteil dieser zusätzlichen Medikation besteht neben der Verbesserung der Symptomatik und der systolischen Pumpfunktion des linken Ventrikels vor allem in einer günstigen Beeinflussung der Morbidität und der Mortalität. Zum Nachweis der Prognoseverbesserung haben neben der US Carvedilol Studie vor allem die beiden jüngeren großen randomisierten Studien CIBIS II und MERIT-HF beigetragen. Beide Studien konnten zeigen, daß diese additive Therapiemaßnahme auch außerhalb von Spezialkliniken auf hohem Sicherheitsniveau durchgeführt werden kann, wenn initial niedrig dosiert, die Patienten klinisch sorgsam überwacht und die Dosierung im wöchentlichen Intervall langsam hochtitriert wird. Es bleibt zu hoffen, daß diese Studien das Vertrauen der Ärzteschaft in eine Betablockertherapie bei Herzinsuffizienz stärken werden und damit mehr und mehr Patienten dieser Behandlung zugeführt werden können. Von den zur Zeit an mehreren Tausend Patienten laufenden multizentrischen Studien (COPERNICUS, CAPRICORN, CARMEN, COMET) erwarten wir eine definitive Klärung der Fragen, ob es substanzspezifische Unterschiede zwischen den Betablockern gibt und welche Patientenpopulationen (Ätiologie, Schweregrad der Herzinsuffizienz) am meisten von dieser Therapie profitieren.
 
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