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Priglinger U, Huber K  
Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Beurteilung des kardiovaskulären Risikos

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 1999; 6 (8): 420-423

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Keywords: FrauKardiologieKoronare HerzkrankheitSyndrom X

Das kardiovaskuläre Risiko der prämenopausalen Frau ist gering, gleicht sich jedoch postmenopausal an jenes der Männer an. Trotz dieser Tatsache leiden auch prämenopausale Frauen häufig an typischen Angina pectoris-Beschwerden und weisen trotz blander epikardialer Koronararterien positive Ischämietests auf. Diese Konstellation wird auch als Syndrom X bezeichnet. Als zugrundeliegende Pathomechanismen wurde bei manchen Patienten eine verringerte Koronarreserve, eine verringerte Schmerztoleranz oder eine erhöhte Sympathikusaktivierung unter Belastung nachgewiesen. Eine Hormonersatztherapie reduziert das kardiovaskuläre Risiko bei postmenopausalen Frauen, v.a. wenn zusätzlich mehrere Risikofaktoren vorliegen. Gleichzeitig scheint sich jedoch auch die Spezifität ergometrischer oder szintigraphischer Untersuchungen zu verringern. Da postmenopausale Frauen mit koronarer Herzkrankheit oft ein weniger charakteristisches Beschwerdemuster als Männer aufweisen, sollte auch bei atypischer Symptomatik eine genaue Abklärung erfolgen.
 
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