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Wagner N et al.  
Der kardiovaskuläre Hochrisikopatient in der primärärztlichen Versorgung - die HYDRA-Studie

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2003; 10 (7-8): 311-313

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Keywords: arterielle HypertonieDiabetes mellitusHYDRA-StudieKardiologiePraktischer Arzt

Hintergrund: Arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus sind hoch prävalente Erkrankungen mit beträchtlicher gesundheitsökonomischer Relevanz. Beide Erkrankungen sind bedeutsame, aber auch vermeidbare Ursachen für Invalidität und frühen Tod. Ziel der HYDRA-Studie war eine bundesweit repräsentative Erfassung dieser Erkrankungen in Allgemeinarztpraxen sowie die Ableitung von möglichen Verbesserungsansätzen für die Patientenversorgung. Methodik: HYDRA stellt eine Punktprävalenzstudie im Mehrstufen- und Mehrebenendesign dar, an der sich 1912 Allgemeinarztpraxen in Deutschland beteiligten. Insgesamt wurden an zwei Halbtagen Datensätze von 45.125 Patienten erhoben. Zu den Meßinstrumenten zählten: ein Vorbogen für den Arzt zur Beschreibung der generellen Praxiseigenschaften, ein Patientenfragebogen sowie ein Arztfragebogen, der neben patientenspezifischen Daten auch Laboruntersuchungen einschloß. Ergebnisse: Fast jeder zweite Patient der HYDRA-Studie ist von arterieller Hypertonie betroffen, bei jedem fünften lag Diabetes mellitus vor. Es wurde deutlich, daß beide Krankheiten häufig gemeinsam auftreten und bei nahezu 80 % dieser Patienten zusätzlich zur Grunderkrankung noch weitere aggravierende Erkrankungen vorliegen. Schlußfolgerung: Der multimorbide Patient ist in der Allgemeinarztpraxis die Regel. Die damit verbundenen Probleme hinsichtlich der Patientenversorgung stellen den Allgemeinarzt vor große Herausforderungen. Die unabdingbare Notwendigkeit von effektiveren patienten- und krankheitsgerechten Behandlungsstrategien läßt sich aus den HYDRA-Daten ableiten. Insbesondere die Früherkennung und frühzeitige Intervention bei arterieller Hypertonie und Diabetes mellitus tragen entscheidend dazu bei, die fortschreitende Entwicklung in Richtung kostenintensiver Folgeerkrankungen zu vermeiden.
 
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