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Summary
Pittrow D et al.  
Prävalenz und Schweregrad von arterieller Hypertonie und Diabetes mellitus in der hausärztlichen Praxis - ein unterschätztes Problem

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2003; 7 (4): 7-11

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Abb. 1: HYDRA-Studie Abb. 2: HYDRA-Studie - Hypertonie Abb. 3: HYDRA-Studie - Diabetes mellitus Abb. 4: HYDRA-Studie - Hypertonie - Diabetes mellitus Abb. 5: HYDRA-Studie - Multimorbidität



Keywords: Diabetes mellitusDiagnostikHYDRA-StudieHypertoniePrävalenzTherapie

Das Ziel der Hypertension and Diabetes Risk Screening and Awareness Studie (HYDRA) ist die Erfassung der Stichtagsprävalenz von arterieller Hypertonie und Diabetes mellitus, des gemeinsamen Auftretens beider Krankheiten, sowie zusätzlicher Diagnosen in Allgemeinarztpraxen in Deutschland. Darüber hinaus beschreibt und quantifiziert die Studie erstmals umfassend und bundesweit die Versorgungslage und Therapiesituation der genannten Patientengruppen. Die Studie basiert auf einem mehrstufigen Design mit einer bundesweiten, repräsentativen Stichprobe von 1.912 Hausärzten, die 45.125 Allgemeinarztpatienten mit einem mehrteiligen Fragebogen, einer Blutdruckmessung und ausgewählten Labortests untersuchten. Fast jeder zweite Patient hatte nach klinischer Diagnose des Hausarztes eine Hypertonie (Männer: 42,7 %, Frauen 38,4 %), fast jeder fünfte einen Diabetes (Männer: 18,5 %, Frauen: 13,7 %). Beide Erkrankungen in Kombination traten bei 10,4 % (Männer) bzw. 8,6 % (Frauen) auf und waren bei über 80 % mit weiteren Begleit- und Folgeerkrankungen assoziiert. Bei der Analyse der Blutdruckkontrolle der Hypertoniker zeigten sich deutliche Mängel, die bei den nicht-medikamentös behandelten Hypertonikern besonders ausgeprägt waren. Darüber hinaus hatten am Stichtag 37,8 % aller Patienten mit Diabetes und Hypertonie einen positiven Albuminurietest, wohingegen die Diagnose einer Nephropathie nur bei einem Drittel der Patienten vergeben wurde. Somit wurde bei den untersuchten Krankheitsbildern bislang nicht nur die Größenordnung, sondern auch das Komplexitätsproblem (Schweregrade und Begleiterkrankungen) deutlich unterschätzt.
 
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