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Prischl FC  
Kardiovaskuläres Risiko von Patienten mit nephrotischem Syndrom

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 1999; 6 (2): 99-103

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Keywords: HyperlipidämieKardiologieLipidsenkungnephrotisches SyndromNiereninsuffizienz

Eine Hyperlipidämie gilt aufgrund zahlreicher Studien als wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen und wird etwa vom American College of Cardiology als gesichert atherogen kategorisiert. Nicht ganz klar ist, ob dies analog auch für die zu den sekundären Formen der Lipidstoffwechselstörungen gehörende Hyperlipidämie im Rahmen eines Nephrotischen Syndroms gilt. Bis dato gibt es nur eine, allerdings sehr sorgfältig durchgeführte Untersuchung, die bei Patienten mit Nephrotischem Syndrom im Vergleich zu Kontrollen ein 5,5fach erhöhtes relatives Risiko für einen nicht-fatalen Myokardinfarkt und ein 2,8faches relatives Risiko für einen koronaren Tod nachweist. Aufgrund dieser Studie und der Evidenz einer generell sehr hohen kardialen Morbidität und Mortalität bei nierenkranken Patienten ist die Indikation für Lipid-senkende Interventionen gegeben. Am günstigsten erweist sich die erfolgreiche Behandlung der Grundkrankheit, da mit Verschwinden der Proteinurie auch eine Normalisierung der Blutfette einhergeht. Bei Ausbleiben einer Remission oder eines Relaps sollten aber Lipidsenker zum Einsatz kommen. Da bei Nephrotischem Syndrom charakteristischerweise vor allem Gesamt- und LDL-Cholesterin signifikant erhöhte Werte aufweisen, sind die HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren als Mittel erster Wahl anzusehen. Als eventueller Kombinationspartner bei ungenügender Wirkung bietet sich Cholestyramin an. Fibrate sind nur in den wenigen speziellen Fällen mit im Vordergrund stehender Hypertriglyzeridämie angezeigt. Das Risiko einer Myopathie bis hin zur Rhabdomyolyse als Nebenwirkung der Lipidsenker ist immer in Betracht zu ziehen.
 
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