Krause und Pachernegg
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Summary
Trocha AK et al.  
Wirkungen der intensivierten antihypertensiven Behandlung bei diabetischer Nephropathie: Ergebnisse zur Mortalität und Morbidität einer kontrollierten 10-jährigen prospektiven Studie

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2000; 4 (4): 36-45

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Keywords: Diabetes mellitus Typ 1diabetische NephropathieHypertonieMorbiditätMortalitätStudie

Ziel: Beschreibung der Wirkung der auf einem strukturierten Schulungs- und Behandlungsprogramm basierenden intensivierten antihypertensiven Therapie auf die Prognose von an Typ-1-Diabetes (insulinabhängigem Diabetes) leidenden hypertonen Patienten mit diabetischer Nephropathie. Design: Bei der Studie handelte es sich um eine kontrollierte, prospektive, in Parallelgruppen durchgeführte Verlaufskontrollstudie mit 10-jähriger Laufzeit. Patienten und Methodik: Eine sequentielle Stichprobe von 91 an Typ-1-Diabetes leidenden hypertensiven Patienten mit ausgeprägter diabetischer Nephropathie wurde über eine Zeitspanne von 10 Jahren verfolgt. An einem intensivierten antihypertensiven Therapieprogramm nahmen 45 Patienten teil (intensivierte antihypertensive Therapie; IT-Gruppe), wohingegen 46 Patienten die von den Hausärzten, Fachärzten und lokalen Krankenhäusern bereitgestellte antihypertensive Routinetherapie (antihypertensive Routinetherapie; RT-Gruppe) erhielten. Als Hauptendpunkt galt der Tod; sekundäre Endpunkte waren Nierenersatztherapie, Erblindung und Amputation. Ergebnisse: Der Blutdruck fiel in der IT-Gruppe ab, wohingegen er in der RT-Gruppe anstieg. Während des Follow-ups starben 29 Patienten, sieben in der IT- und 22 in der RT-Gruppe. Die Überlebenskurven wichen signifikant voneinander ab (p = 0,0008). Die Haupttodesursachen waren Herz-Kreislauf-bedingt. In einem multiplen Cox-Modell (Multiple Proportional Hazards Model) konnte das Mortalitätsrisiko durch Zuteilung zu der IT-Gruppe vermindert werden [relatives Risiko (RR) = 0,213; 95 %-Konfidenzintervall 0,089-0,509, p = 0,0005], wobei dieses Risiko durch Alter (p = 0,0039) und einen mittleren Blutdruck (p = 0,0113) erhöht wurde. In den multiplen Cox-Regressions- oder multiplen logistischen Regressionsmodellen waren die Risiken für eine Dialyse (RR = 0,269, 95 %-Konfidenzintervall 0,110-0,656, p = 0,0039), Erblindung (Odds-Ratio = 0,158, 95 %-Konfidenzintervall 0,037-0,684, p = 0,0136) und Amputation (RR = 0,181, 95 %-Konfidenzintervall 0,047-0,703, p = 0,0135) in der IT-Gruppe im Vergleich zu der RT-Gruppe signifikant niedriger (log-Rang p = 0,0008). Schlußfolgerung: Die auf einem Hypertonie-Schulungs- und Behandlungsprogramm basierende, intensivierte, antihypertensive Behandlung senkte die langfristige Morbidität und Mortalität bei Patienten mit diabetischer Nephropathie.
 
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